Das Fahrzeug der Zukunft sieht aus wie ein liegendes „U“. Darin befinden sich der elektrische Antrieb, die Steuerung, Kameras und andere Sensoren, die autonomes Fahren möglich machen, und die Stromversorgung. Es ist vielfältig einsetzbar, weil es unterschiedliche Module aufnehmen kann. Es kann zum Bus werden, zum Müllauto oder zum Pakettransporter, ganz nach Bedarf. Mit dem integrierten Hebesystem kann die Nutzeinheit einfach und schnell nach dem Prinzip Plug-and-drive ausgetauscht werden. Noch nicht geklärt ist, ob der Strom aus Batterien oder einer Brennstoffzelle kommt.


Bild: DLR (CC-BY 3.0)

1:1-Modell soll Mitte 2020 fertig sein

Das Fahrzeug haben sich Wissenschaftler ausgedacht, die sonst eher mit Flugzeugen und Satelliten zu tun haben. Sie gehören zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). U-Shift heißt das Konzept. Bis Mitte nächstes Jahr wollen die DLR-Forscher gemeinsam mit ihren Partnern am Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Universität Ulm ein erstes Modell (Mock-Up) des Fahrzeugs in voller Größe aufbauen. Möglicherweise kann es rollen, aber nicht wirklich fahren.

Kapseln passen auch auf Waggons

Als People Mover kann U-Shift im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden, beispielsweise als Rufbussystem in Regionen, die noch nicht flächendeckend erschlossen sind, oder im Tür-zu-Tür-Transport in Innenstädten. Im Wirtschaftsverkehr sind Einsätze im Bereich von Paket- und Lieferdiensten, Abfallentsorgung bis hin zu mobilen Ladengeschäften denkbar. Auf Grund der hohen Standardisierung lassen sich die Kapseln auch einfach auf andere Verkehrsträger umladen, etwa auf Waggons im -Schienenverkehr, in künftige Lufttaxis oder gar als Nutzlast per Seilbahn transportieren.


Waren können nachts ausgeliefert werden

„Im Driveboard steckt die ganze Hightech, die Kapseln sind dagegen relativ einfach gehalten und nur mit den absolut notwendigen technischen Systemen versehen. Sie können leicht und kosteneffizient produziert werden“, so DLR-Forscher Jürgen Weimer. „Deshalb gilt es, das kostenintensive Driveboard möglichst gut auszulasten. Im Optimalfall sind die fahrerlosen Driveboards rund um die Uhr unterwegs.“ Pakte und andere Waren können auch nachts zu zentralen Verteilplätzen gefahren werden, denn sie rollen über die Straßen ohne Lärm zu machen. Auf diese Weise lässt sich die Verkehrsbelastung gleichmäßiger verteilen und besser steuern.

via DLR

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