Auf dem Boden hatte Uber in den letzten Jahren immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Das hindert das Unternehmen aber nicht daran, weiter an dem Dienst Uber Elevate zu arbeiten, mit dem in mehreren Städten fliegende Drohnen als Fortbewegungsmittel etabliert werden sollen. Auf der Uber Elevate Konferenz, die diese Woche in Los Angeles stattfindet, hat Uber nicht nur neue Konzepte für die Elevate-Drohnen vorgestellt, sondern auch einen neuen Deal mit der NASA bekannt gegeben.


Uber Elevate: MIt der Drohne in die Luft

Uber gab erstmals 2016 bekannt, fliegende Taxi-Drohnen entwickeln und einsetzen zu wollen. Mit diesen Ambitionen ist das Unternehmen nicht alleine. Auch Boeing, Airbus und mehrere kleine Startups wollen entsprechende Fortbewegungsmittel entwickeln. Bisher hat noch niemand bewiesen, dass mit der Idee mittelfristig Geld verdient werden kann. Dennoch sind die Investitionen in derartige Projekte alles andere als finanzschwach.


Uber möchte sogenannte VTOL-Drohnen (Vertical Takeoff And Landing) nutzen, um eine Transportmöglichkeit in den Zentren großer Städte bereitzustellen. Um die Lärmbelastung sowie die CO2-Emissionen so niedrig wie möglich zu halten, sollen die Drohnen elektrisch betrieben werden. Uber möchte sie mit zwei bis vier Sitzen ausstatten und plant mit einer Reichweite von bis zu 100 km. Als Start- und Landeort sollen spezielle Plattformen namens Skyports dienen. In der Anfangsphase sollen menschliche Piloten die Drohnen steuern, aber mittelfristig will Uber den Drohnenverkehr mit Uber Elevate komplett automatisieren.

Neuer Deal mit der NASA

Ein entsprechender Dienst würde den Luftverkehr in urbane Gegenden deutlich erhöhen. Aus diesem Grund hat Uber einen Deal mit der US-Raumfahrtbehörde NASA abgeschlossen. Diese arbeitet seit einigen Jahren an Verkehrsleitsystemen für den Drohnenverkehr, um derartige Systeme für die fliegenden Taxis nutzen zu können.

Die Partnerschaft mit der NASA beinhaltete ursprünglich nur Modellentwürfe und Simulationen. Mit einem neuen, erst kürzlich bekannt gewordenen Deal will Uber das Leitsystem der NASA auch im echten Verkehr einsetzen. Im Gegenzug dafür stellt das Unternehmen der NASA Daten über das luftgebundene Drohnensystem zur Verfügung.

The new space act agreement broadening Uber’s partnership with NASA is exciting, because it allows us to combine Uber’s massive-scale engineering expertise with NASA’s decades of subject matter experience across multiple domains that are key to enabling urban air mobility, starting with airspace systems„, so Uber Jeff Holden.

Neue Konzepte vorgestellt

Auf der Elevate-Konferenz in LA geht es aber vor allem auch darum, neue Konzepte für die Elevate-Drohnen vorzustellen. Unter anderem präsentierte Uber ein vollelektronisches Luftfahrzeug mit mehreren Rotoren, das eine Reisegeschwindigkeit von 300 km/h auf den Fahrtmesser bringt. Ein weiteres Konzept kam von dem brasilianischen Luftfahrtunternehmen Embraer, das mehr an einen Helikopter erinnert. Uber hat sich mit mehreren Partnern zusammengetan, um die Uber-Elevate-Drohnen zu entwickeln. Erste Demos von Uber Elevate sollen 2020 in Dubai und Los Angeles durchgeführt werden.

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