Dass Fernsehen einen schlechten Einfluss hat, steht für viele fest. Es soll nicht nur dumm machen, sondern auch fett, da es zu einem trägen Lebensstil verleitet. Doch bisher ging die Diskussion ausschließlich um das Medium und nicht um den Inhalt. Eine neue Studie hat dies etwas genauer untersucht.
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Actionkracher oder Dokumentation?

Dass einen Aktivitäten, die ablenken, den Appetit und damit den Nahrungskonsum beeinflussen können, sollte jeder schon einmal festgestellt haben. Dazu zählt nicht nur der Fernseher, auch Radio hören, Lesen oder eine gesellige Runde mit Freunden kann den gleichen Effekt haben. Doch bisher ist wenig darüber bekannt, ob der Inhalt oder wie dieser rübergebracht wird dafür verantwortlich ist.

Deswegen hat eine neue Studie diesen Effekt etwas ausführlicher untersucht. Sie überprüfte, inwieweit die Geschwindigkeit der Kameraschnitte oder Tonunterschiede einen Einfluss darauf ausüben, wie viel wir dabei essen. Dazu wurden 94 Studenten (57 Frauen, Durchschnittsalter knapp 20 Jahre) in kleineren Gruppen gebeten, für 20 Minuten Fernsehen zu schauen. Es standen drei Programme zur Wahl: Ein Ausschnitt aus „Die Insel“, den gleichen Ausschnitt ohne Ton und ein Interviewprogramm mit Charlie Rose. Zum Naschen nebenbei gab es M&Ms, Kekse, Chips, Karotten und Weintrauben. Alle Snacks wurden vor und nach den Vorführungen gewogen, um den Effekt überprüfen zu können.


Essen ohne Kontrolle

Der Unterschied fiel dabei äußerst deutlich aus. Im Vergleich zu den Studenten, die das Interview gesehen hatten, haben die Zuschauer von „Die Insel“ 98 % mehr Masse an Nahrung zu sich genommen und 65 % mehr Kalorien. Die Zuschauer der stummen Variante des Films aßen immer noch 36 % mehr mit 46 % mehr Kalorien.

Das Fernsehprogramm scheint damit einen großen Einfluss auf das Essverhalten zu haben. Je intensiver das Programm ist, desto weniger achtet man darauf, was man isst, was zu einer erhöhten Nahrungszufuhr führt. Wer also auf seine Linie achtet, sollte nicht vor dem Fernseher essen.

Quelle: Sciencedaily

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