Die schwedische Firma Electrolux bringt mit dem „UltraFlexvacuum“ in Kürze einen neuen Staubsauger auf den Markt. Dies alleine wäre wohl noch keine Meldung wert. Im Zuge der Werbekampagne allerdings haben die Marketing-Strategen eine interessante App entwickelt. Die unter dem Namen „World Wide Vac“ vertriebene kostenlose Anwendung, verspricht, in deinem E-Mail-Postfach für Ordnung zu sorgen – und dabei auch noch der Umwelt etwas Gutes zu tun. Nachdem du nämlich mit Hilfe des digitalen Staubsaugers alle nicht mehr gebrauchten E-Mails gelöscht hast, bekommst du angezeigt, wie viele C02-Emmissionen dadurch eingespart werden konnten.


dyson-dc37-animal Staubsauger

Denn logischerweise wird für die Speicherung in der Cloud auch Energie benötigt, die wiederum für C02-Emissionen sorgt. Eine E-Mail beispielsweise sorgt während ihrer Lebensdauer für durchschnittlich 4 Gramm an C02-Emissionen. Sofort nach dem Lesen gelöschte E-Mails verursachen dabei weniger Schaden, als dauerhaft gespeicherte. Letztlich sind 4 Gramm natürlich eher wenig, wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Verbrauch eines US-Amerikaners bei 48 Tonnen pro Jahr liegt. Doch kann ein wenig Ordnung im eigenen E-Mail-Postfach ja nicht schaden. Die App verbindet sich nach deiner Zustimmung automatisch mit deinem G-Mail-Account – verspricht allerdings keinerlei Daten zu speichern. Anschließend werden die dort gespeicherten E-Mails analysiert.


Die App im Selbstversuch

In meinem Fall wurden insgesamt 12254 gespeicherte E-Mails gefunden. Davon wurde immerhin knapp die Hälfte als nicht wichtig eingestuft. Ein Prozent wurde als reiner Spam erkannt, 36 Prozent für Nachrichten sozialer Netzwerke und sonstige Werbung gehalten und immerhin 11 Prozent meiner E-Mails sind seit längerem vollkommen ungelesen gespeichert. Alle meine gut 12.000 gespeicherten E-Mails sollen insgesamt für neun Kilogramm an C02-Emissionen verantwortlich sein. Dies entspräche immerhin einer Autofahrt von gut 70 Kilometern. Die App schlägt mir nun vor, entweder eine leichte, eine mittlere oder eine große Reinigung vorzunehmen. Erste Variante würde gut 4000 E-Mails löschen und 3 Kilogramm Emissionen einsparen, letztere sogar knapp 8000 elektronische Nachrichten vernichten und 6 Kilogramm sparen.

Gegenwert einer 25 Kilometerfahrt eingespart

Da ich, wie man an der schieren Anzahl der gespeicherten Mails sehen kann, eher vorsichtig beim Löschen von Daten bin, habe ich mich für die leichte Reinigung entschieden. Dadurch habe ich laut der App immerhin den Gegenwert einer 25 Kilometer langen Autofahrt eingespart. Natürlich ist die App dabei nur ein hilfreiches Spielzeug. Die entsprechenden E-Mails können auch ganz einfach per Hand gelöscht werden – am einfachsten unmittelbar nach dem sie gelesen wurden. Die Klimabilanz des gesamten E-Mail-Verkehrs hängt dabei von der Häufigkeit des Nutzens ab. Grundsätzlich verbraucht eine E-Mail nur 1/60 der CO2-Emissionen eines Briefes. Allerdings sind E-Mails deutlich einfacher und vor allem kostenlos zu versenden. Dadurch werden auch Mails gesendet, für die früher nicht extra ein Brief gesendet worden wäre. Die gefürchteten Spammails treiben zudem die CO2-Bilanz der E-Mail weiter nach oben.

Quelle: Treehugger

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1 Kommentar

  1. Breez

    8. November 2015 at 12:22

    Cooler Artikel, sehr interessant und gut geschrieben !

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