Moderne Kraftfahrzeuge zeichnen sich unter anderem durch Technologien aus, die für weniger Spritverbrauch und weniger Ausstoß von CO2 sorgen. Theoretisch müsste der CO2-Ausstoß, der durch Kraftfahrzeuge verursacht wird, also rückgängig sein. Dass das nicht so ist, liegt vor allem an den Verbrauchern.


By Rl91 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons

Mehr Autos mit stärkeren Motoren

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes hat der Autoverkehr in Deutschland 2017 115 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, was 6,4 Prozent mehr als noch im Jahr 2010 sind.

Der Anstieg der Emissionen liegt vor allem an der erhöhten Nachfrage nach stark motorisierten Fahrzeugen sowie der Tatsache, dass heute mehr Autos unterwegs sind, die auch eine höhere Gesamtfahrleistung absolvieren. Mit knapp 46 Millionen Fahrzeugen ist der deutsche Fahrzeugbestand in den vergangenen acht Jahren um 10 Prozent angewachsen. Dabei sind vor allem Dieselfahrzeuge für den Anstieg verantwortlich. Die Gesamtfahrleistung aller Autos in Deutschland stieg um 9 Prozent.


Obwohl in den letzten Jahren im Bereich Antrieb und Abgasreinigung erhebliche Fortschritte verzeichnet werden konnten, wird die Umweltbilanz der Fahrzeuge von der immer stärkeren Motorisierung zunichte gemacht. Vor allem bei den Dieselfahrzeugen ist die Nachfrage nach starken Motoren groß. Im Durchschnitt hatten die 2017 neu zugelassenen Wagen eine Leistung von 111 Kilowatt, was 151 PS entspricht. 2010 waren es noch 96 Kilowatt oder 130 PS. Fahrzeuge mit einer Motorleistung von mehr als 100 Kilowatt sind für mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen verantwortlich.

Autoverkehr verursacht Milliardenschäden

Was den Durchschnittsverbrauch angeht, so ging dieser bei Benzinern um 4,0 Prozent auf 7,6 Liter pro 100 Kilometer zurück. Dieselfahrzeuge verbrauchen mit 6,8 Litern weiterhin genauso viel wie 2010. Der tatsächliche, absolute Treibstoffverbrauch stieg in den letzten acht Jahren um 5,7 Prozent auf 46,35 Milliarden Liter.

Das Umweltbundesamt hat berechnet, dass eine Tonne Kohlendioxid nicht ausgeglichene Schäden von rund 180 Euro verursaxcht. Dies geschieht etwa durch Produktionsausfälle, Ernteverluste oder Schäden an Gebäuden. Bezogen auf den Autoverkehr würde das bedeuten, dass dieser 2017 Schäden in Höhe von 20,7 Milliarden Euro ergeben.

via Statistisches Bundesamt

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1 Kommentar

  1. Georg Erdmann

    28. November 2018 at 16:47

    Ach na klar, an allem sind mal wieder die Autofahrer schuld und vor allem die Dieselfahrer. Jetzt kann man wieder gut Ablass kassieren. Wie ist das eigentlich mit den Schiffen, Flugzeugen, Industrie usw. Es wurde doch mal verbreitet, das Rinder so viel CO2 produzieren. Nach diesen Thesen , geht die Welt eh bald unter, außer der Steuerzahler zahlt dafür. Geld rettet die Welt.

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