Forscher der University of Missouri arbeiten mit Hochtouren an der Entwicklung organischer Komponenten für Smartphone-Displays. Das langfristig gesteckte Ziel ist biologisch abbaubare Elektronik zu produzieren. Elektronik, wie sie in Handys und anderen technischen Geräten steckt, verursacht signifikante Müllmengen, wenn diese weggeworfen wird. Die Forscher haben nun die erste biologisch abbaubare Schicht aus organischer Elektronik geschaffen. Angetrieben von dem Erfolg, sollen in Kürze die ersten organischen Strukturen entwickelt werden, die bei Handy-Displays und leichten portablen Geräten zum Einsatz kommen können.


Auf dem Weg zur kompostierbaren Wegwerfelektronik

Die Technologie klingt auf dem ersten Blick einfach, dennoch steckt hier bereits jahrelange Forschung drin. Die Wissenschaftler erkannten in der Folge der Untersuchungen, dass kleine organische Proteinstrukturen (Peptide) zusammen mit einem blauen Polymer als Lichtquelle in Displays eingesetzt werden können, ohne deren Funktionsweise nachteilig zu beeinflussen. Die Forscher erklären, dass sich die Peptide selbst in Nanostrukturen oder Nanoröhrchen anordnen. Interessant sind dabei die Nanoröhrchen, die die Forscher als Matrix für andere Materialien verwenden wollen. Mit Hilfe der Peptide aus Nanostrukturen, konnten die Forscher an Polymer-Material sparen, ohne Einbußen bei der Lichtausbeute zu bewirken. So konnte bereits eine biologische Abbaubarkeit von 85 Prozent erzielt werden.


„Indem wir organische Halbleiter mit Nanomaterialien kombinierten, erzeugten wir das blaue Licht, das wir für ein Display brauchen. Um aber einen benutzbaren Bildschirm für ein Mobiltelefon zu bekommen, müssen wir ähnliche Erfolge mit Polymeren erreichen, die grünes oder rotes Licht erzeugen.“, schreiben die Forscher weiter.

Die Forscher sind auf einem guten Weg und verstehen immer besser, wie Elektronik am besten biologisch abgebaut werden kann. „Unsere Forschung ist der erste Schritt und die erste Demonstration, wie man diese biologische Technik nutzen kann, um Elektronik zu verbessern.“, so die leitende Professorin Guha.

Auch Nachwuchs-Forscher des Institute for Technology (KIT) in Karlsruhe arbeiten an Technologien, die in Zukunft Tonnen von Elektroschrott vermeiden sollen. Auch hier wird Biolicht eingesetzt um den Elektronikmüll in Zukunft stark zu reduzieren.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.