Smarte Autos, die immer mehr können und auch längere Fahrten angenehmer gestalten, haben Experten zufolge auch ihre Defizite. Das geht ganz klar in Richtung Sicherheit, und dabei sind nicht die Airbag-Systeme gemeint. Vor etwas mehr als einem Jahr sorgten die beiden Hacker Charlie Miller und Chris Valasek für Aufsehen, indem sie einen Geländewagen aus der Ferne kaperten und diesen unter anderem mitten auf dem Highway stoppten. Natürlich war das alles zuvor abgesprochen und sollte zeigen, zu was die Technik in der Lage ist, was aber auch Hacker mit bösen Absichten im Hinterkopf so alles anstellen könnten. In diesem Jahr wollen die beiden Autohacker noch einen drauf legen und zeigen wie unsicher smarte Autos nach wie vor sind.


Hacker

Autohersteller müssen sich vermehrt gegen Hacker wappnen

Der Wired Journalist Andy Greenberg ließ sich vor einem Jahr auf ein ziemlich Action-geladenes Experiment ein. Er setzte sich in einen Jeep Cherokee 2014 und lies diesen von den besagten Sicherheitsforschern hacken. Auf dem Highway verstellte sich auf einmal das Radio und auch der Motor spielte verrückt. Bei mäßiger Geschwindigkeit deaktivierten die Sicherheitsforscher die Bremsen, zudem stellten sie den Motor im Verkehr einfach ab. Die Krönung war der Abgang in einen Graben.


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Chrysler rief damals 1,4 Millionen Fahrzeuge zurück und ließ die Sicherheitslücken fixen. Wie sich nun herausstellt, gibt es aber neue Schwachstellen, die auch die behandelten Modelle betreffen. Miller und Valasek wollen in dieser Woche im Rahmen der angesehenen Black-Hat-Konferenz einen neuen Hack zeigen. Wired wurde bereits exklusiv eingeweiht. Die Sicherheitsforscher kündigten an, dass der neue Hack weit über das was im letzten Jahr Geschah hinausgehe. So sollen nicht nur der Motor und die Bremsen abgestellt, sondern auch die Reifen manipuliert werden können. Genauer gesagt sind die Hacker wohl in der Lage, die Fahrzeugreifen um 180 Grad drehen zu können und das ebenfalls auch bei voller Fahrt. In den beiden folgenden Videoclips wird das Ganze entsprechend veranschaulicht.

Smart und sicher: Leider keine Selbstverständlichkeit

Was es genau mit dem Hack auf sich hat, werden die Experten sicher im Rahmen der Konferenz preisgeben. Prinzipiell sind Geräte, die im Internet der Dinge (IoT) hängen, auch anfällig für Hacks. Die Hersteller smarter Geräte müssen sich regelmäßig großen Herausforderungen stellen. Oftmals mangelt es aber hier am Know-how. Was so simpel klingt, drücken Experten entsprechend spitzfingrig aus. So haben auch Internetunternehmen in der heutige Zeit arge Schwierigkeiten mit der Sicherheit und bekanntlich sind das die Experten auf dem Gebiet. IoT-­Anbieter, die frisch auf dem Markt absolutes Neuland betreten, haben es gleich doppelt so schwer. Und zunehmend handelt es sich hierbei auch um Autohersteller. Bei dem Thema autonomes Fahren nimmt der Sicherheitsaspekt dann noch einmal eine ganz andere Dimension ein.

Probleme bei der Sicherheitsarchitektur von IoT-Geräten können auch vertrauliche Daten preisgeben. Zudem sprechen Experten von Identitätsdiebstählen aber auch von Anfälligkeiten für Wirtschaftsspionagen, was Unternehmen auch immer mehr dazu veranlasst streng vertrauliche Daten im Darknet zu speichern oder darüber zu kommunizieren.

Veranstaltungen wie die Black-Hat-Konferenz werden in Zukunft einen immer höheren Stellenwert genießen und das ist auch gut so. Schließlich tummeln sich hier die Guten, die gern ihren Beitrag leisten, smarte Geräte in Zukunft sicherer zu machen und so letztlich auch Menschenleben retten können.

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