Wenn ein Verkehrsunfall passiert ist, müssen Verletzte so schnell wie möglich versorgt werden. Vor allem nachts und in weniger dicht besiedelten Regionen dauert es oft eine ganze Weile, ehe jemand die Verunglückten entdeckt. Besitzer von einigen wenigen Autos müssen sich keine Sorgen machen, dass sie bei einem Unfall unentdeckt bleiben. Ein elektronisches Gerät an Bord meldet ihn automatisch per Mobilfunk an eine Zentrale und teilt gleich auch noch den genauen Standort mit. Sofort werden die Rettungskräfte in Gang gesetzt.


Voraussetzung ist ein modernes Smartphone

Weit über 90 Prozent aller Fahrzeuge verfügen nicht über ein solches Meldesystem, können es aber nachrüsten. Das Versicherungsunternehmen DEVK bietet seinen Kunden ein entsprechendes Paket an. Es besteht aus einer kleinen Elektronik und einer App, die auf das eigene Smartphone geladen wird. Es funktioniert bei Geräten mit dem Betriebssystem Android ab Version 2.3.4 oder iPhone ab Modell 5. Beide Geräte kommunizieren über Bluetooth miteinander. Die Elektronik enthält mehrere Sensoren. Einer misst die Beschleunigung. Kommt ein Fahrzeug abrupter zum Stehen als es bei einer Vollbremsung möglich ist, schließt er auf einen Unfall. Ebenso ein Sensor, der Rotationen misst, also detektiert, wenn sich ein Fahrzeug überschlägt. In beiden Fällen meldet er sich beim Smartphone, das den Unfallbericht an die Zentrale schickt.


2500 Menschen könnten gerettet werden

Der Versicherer bietet diesen Service seit 1. Oktober 2016 an. Er kostet pro Jahr 20,40 Euro. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt, dass ein flächendeckender Unfallmeldedienst europaweit jährlich 2.500 Menschen durch schnelle Hilfe das Leben retten kann.

Autofahrer, die Verkehrsregeln, vor allem Geschwindigkeitsbeschränkungen als unverbindliche Empfehlung ansehen und meist zu schnell unterwegs sind, brauchen keine Angst zu haben, dass das Gerät ihren Fahrstil dokumentiert und, wie eine Blackbox in Flugzeugen und Schiffen, zur Ermittlung der Unfallursache ausgelesen wird. Es verfügt über keinen Datenspeicher. Es übermittelt lediglich Unfalldaten und den Ort, an dem es geschehen ist.

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