Die in Ungarn geplante Internet-Steuer wird vorerst nicht umgesetzt. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban gab dies in einem Radiointerview bekannt. Dabei meinte Viktor Orban, dass man sich dem Druck vom Volk stellte, das sich vehement gegen die Steuer auflehnte.
Internet-Steuer
Mitte der Woche versammelten sich allein in Ungarns Hauptstadt Budapest mehrere zehntausend Menschen und demonstrierten hier gegen die Internet-Steuer. Vorrangig über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter wurden die Proteste organisiert. Viktor Orban kündigte zudem weitere Reformen an, damit Umsätze, die Unternehmen im Internet erwirtschaften, ordentlich besteuert werden können.


Die EU-Kommission in Brüssel stellte sich hinter die Demonstranten. Neelie Kroes, die Internetkommissarin, sagte gegenüber den Medien, dass die Stimmen der ungarischen Bürger erhört wurden. Wäre die Steuer beschlossen worden, so hätten Privatkunden und Firmen 150 Forint (umgerechnet 0,49 Euro) pro verbrauchten Gigabyte zahlen müssen. Dabei hatte die ungarische Regierung eine Höchstgrenze von Forint für private Verbraucher und 5000 Forint für Firmenkunden ausgegeben. Experten rechneten im Vorfeld zu den Plänen der Internetsteuer damit, dass Ungarn somit besonders an Attraktivität für Internet-Firmen verlieren würde.

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