Ein Langstreckenflug kann in der Economy Class schon einmal zu einer anstrengenden Tortur werden. Aber auch der eine oder andere Gast in der ersten Klasse dürfte sich schon einmal ein richtiges Bett gewünscht haben. Tatsächlich hat der Flugzeugbauer Airbus nun gemeinsam mit dem Zulieferer Zodiac Aerospace einen interessanten Ansatz in diesem Zusammenhang entwickelt: Spezielle Containermodule, die es den Passagieren ermöglichen, während des Flugs im Frachtraum zu schlafen. Der Vorteil des Systems: Es müssen keine dauerhaften Umbauarbeiten durchgeführt werden, sondern die Module können wie andere Container auch einfach be- und entladen werden. Für die Fluglinien könnte sich somit eine Möglichkeit ergeben, mehr Geld mit den Passagieren an Bord zu verdienen.


Foto: Airbus

Schon in zwei Jahren soll das Konzept Realität werden

Mehr Fluggäste können allerdings trotzdem nicht mitfliegen. Denn bei Start- und Landung müssen die Passagiere auch weiterhin ihre Plätze in der Flugkabine einnehmen. Später können sie dann über eine Treppe zu den Schlafplätzen im Frachtraum gelangen. Dieser Zugang existiert bereits heute, weil sich dort auch die Betten der Crewmitglieder befinden. Angeboten werden sollen die Container zunächst in den Modellen des A330, später ist auch eine Nutzung beim A350 denkbar. Zuvor allerdings müssen noch die zuständigen Behörden ihre Genehmigung erteilen – was in sensiblen Bereichen wie der Luftfahrt schon einmal etwas länger dauern kann. Airbus hofft aber, im Jahr 2020 mit den ersten Auslieferungen beginnen zu können.

Air France und Qantas sind mögliche Interessenten

Natürlich kann der zusätzliche Platz aber nicht nur für Schlafplätze genutzt werden. Erste Entwürfe von Airbus zeigen beispielsweise auch Konferenzräume und Spielzimmer. Die Fluglinien sollen auf das Konzept zudem sehr positiv reagiert haben. Einige hatten ähnliche Gedanken auch in der Vergangenheit bereits ins Spiel gebracht – darunter Air France und Qantas. Konkrete Bestellungen wurden bisher aber noch nicht bekannt gegeben. Einige Details sind zudem noch offen. So ist unklar, wie die Sicherheit der Passagiere im Falle von Turbulenzen gewährleistet werden kann. Für viele Vielflieger dürften die Schlafmodule allerdings einen erheblichen Mehrwert darstellen – für den sie auch bereits sind, tiefer in die Tasche zu greifen.

Via: The Guardian


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