Flugzeugreisen sind schon lange kein Privileg der Reichen mehr, sondern sind zu einem Massenmarkt geworden. Je mehr Flugzeuge allerdings den Himmel bevölkern, desto höher sind auch die dabei entstehenden CO2-Emissionen. Zahlreiche Airlines arbeiten daher an alternativen Kraftstoffen, die die, zurzeit genutzten, fossilen Energieträger ersetzen könnten. Die US-Fluglinie United Airlines will dabei nun ein Zeichen setzen. Wie die New York Times berichtet, plant die Fluggesellschaft ab diesem Sommer einzelne Flugzeuge mit einem Biokraftstoff zu betanken, der im Wesentlichen auf Abfällen vom Bauernhoff und Tierfetten beruht. Die Flugzeuge sollen dann fünf Mal täglich die Strecke Los Angeles – San Francisco bedienen.


Schärfere Richtlinien drohen

Zunächst allerdings sollen die Flüge zwei Wochen lang lediglich 30 Prozent des Biokraftstoffs beigemischt bekommen. Zeigen sich dabei keine gravierenden Mängel werden die Flugzeuge langfristig komplett mit der Kerosin-Alternative betankt. Die Airlines stehen dabei unter Druck, ihre Emissionen zu senken, weil sowohl die US-Regierung, als auch die „International Civil Aviation Organization“ der Vereinten Nationen über Maßnahmen zur Senkung der Emissionen im Luftverkehr beraten. Ähnliche Probleme hat auch die Autoindustrie. Dort allerdings gibt es auch alternative Antriebstechniken, beispielsweise das Elektroauto, die einen Beitrag zur Senkung der Emissionen leisten. Für Flugzeuge kommen diese neuen Antriebe auf absehbare Zeit aber nicht in Frage.


Treibstoff ist ein enormer Kostenfaktor

Bleiben also nur zwei Alternativen, um die Emissionen zu senken: Effizientere Flugzeuge und neue Kraftstoffe, die nicht auf fossilen Energieträgern beruhen. Die Airlines haben dies längst erkannt und ordern reihenweise neue spritsparende Flugzeuge. Auch bei der Forschung nach alternativen Kraftstoffen sind die Fluglinien oftmals als Investoren tätig. So investiert United Airlines beispielsweise 30 Millionen Dollar in die Firma Fulcrum BioEnergy, einen Hersteller von Biotreibstoffen. Bei all diesen Maßnahmen geht es den Fluggesellschaften aber natürlich nicht ausschließlich um den Klimaschutz. Die Kraftstoffpreise stellen auch mit Abstand den größten Kostenblock für die Fluglinien dar.

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