Die Verbraucherschützer von Foodwatch schlagen Alarm und fordern härtere Gesetze für die Inhaltsstoffe von Babynahrung. Der Grund dafür ist, dass neusten Untersuchungen zufolge viel zu viel Zucker in Baby- und Kindernahrungsmitteln wie Keksen und Babybrei gefunden wurde. Besonders bedenklich seien auch die Trinkmahlzeiten, die aus einem Mix aus Milch und Getreide bestehen. Ärzte und Zahnmediziner wollen sich bei der Erarbeitung der neuen Gesetze mit einbringen. Bereits Kleinkinder leiden immer öfters schon an Adipositas und Karies.


Das Geschäft mit der Babynahrung boomt. In der Werbung wird den Eltern versprochen, dass das beworbene Produkt besonders gut für das Baby und die Kinder sei. Mit ausgesuchten Zutaten und gesunden Inhaltsstoffe wird geworben um die Eltern zum Kauf zu veranlassen. Den Kindern schmeckt es schließlich auch, da die Nahrung mit einem hohen Zuckeranteil daher kommt. Damit soll aber bald Schluss sein. Ein Großteil der Babynahrung steht den Experten zufolge in einem krassen Widerspruch zu den ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen. Ärzte schließen sich den Bedenken an. Laut Foodwatch sind vor allem auch die Trinkmahlzeiten betroffen. Unverständnis wird auch gegenüber der Tatsache bekundet, dass sogar Babytee-Sorten bereits mit Zucker gesüßt werden.


Babynahrung ist zu süß

Bereits 2007 hat sich die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) für ein Verbot der Milupa Kindernahrung von Danone stark gemacht und letztlich auch ein Verschwinden aus dem Sortiment erreicht. Nestle und auch Hipp vertreiben die zuckersüßen Trinkmahlzeiten jedoch weiter.

Ein Zuckeranteil zwischen 14 und 25 Prozent wurde in Baby-Keksen und Babybrei festgestellt. Derartige Werte sind katastrophal und keinesfalls Baby-freundlich. Dennoch werden diese Nahrungsmittel als gesunde und tägliche Nahrungsquelle beworben. Kinderärzte und auch Zahnärzte unterstützen Foodwatch gleichermaßen und fordern zudem mehr Transparenz und ein Handeln seitens der Verantwortlichen. Bereits in den ersten Lebensmonaten werden das Leben prägende Akzente im Hinblick auf die Ernährung gesetzt. So wird stets empfohlen eine übermäßige „Süßungsgewöhnung“ im Säuglingsalter zu vermeiden. Babynahrung sollte daher nicht schon voll mit Zucker gepackt werden.

Gefordert werden härtere Gesetze im Hinblick auf die Babynahrung. So sollten nur noch Produkte als Babynahrung gekennzeichnet werden, die auch von den Kinder- und Zahnärzten abgesegnet würden und den Vorgaben gesunder Babynahrung gerecht werden.

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1 Kommentar

  1. Max

    28. September 2014 at 19:39

    Quellen wären toll, damit ich meiner Schwiegermutter zeigen kann, was für Zeug verkauft wird, wenn sie meinem Kind so etwas geben will.

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