Materialien, die sich ständig unter Wasser befinden, benötigen einen ganz speziellen Schutz: Vor allem Salzwasser greift Oberflächen an, Schiffsrümpfe und Unterwasserpipelines altern im Meer besonders schnell. Wie wäre es, wenn diese Dinge gar nicht erst nass würden, obwohl sie sich im Wasser befinden? Dieser Gedanke ist gar nicht so irreal, wie er klingt.


diver-85913_1920
Unter Wasser trocken bleiben – wie geht das?

Raue Oberflächen binden winzige Gastaschen

Kann eine Oberfläche wirklich monatelang unter Wasser trocken bleiben? Ein Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren glaubt daran und arbeitet an der Verwirklichung dieser Vision. Ihre Forschungen stützen sich auf der Entdeckung, dass raue Oberflächen mit einer äußerst feinen, im mikroskopischen Bereich angesiedelten Struktur, winzige Gas- und Dampftaschen in ihren »Tälern« binden können. Das Gas bildet eine Barriere zwischen dem umgebenden Wasser und der Oberfläche – und verhindert die Korrosion des Materials. Der wissenschaftliche Name für dieses nützliche Phänomen lautet »Superhydrophobie«, es bewirkt zum Beispiel, dass bestimmte Insekten ohne nass zu werden über Wasseroberflächen gleiten können.

lotus-760095_1920
Superhydrophobie – die Lotusblume macht es vor

Diese Fakten liegen den Forschungen zugrunde

Die einschlägigen Studien der Northwestern University wurden im Wissenschaftsmagazin »Science Reports« unter dem Titel »Sustaining Dry Surfaces Under Water« veröffentlicht. Sie besagen, dass die Gas- und Dampftaschen durch Ausdünstung oder Aufschäumung entstehen und sich ablagern können. Materialien wie beispielsweise maßgeschneiderte Polymere, Silikon Nanogras und Silikon mit Mikrorillen eignen sich besonders zu diesen Zwecken. Die neue Technik könnte Schiffe und Pipelines effektiv vor Unterwasserkorrosion schützen.


Quelle: digitaljournal.com

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.