Einige Umweltprobleme haben direkte Auswirkungen auf die Einwohner eines bestimmten Gebiets. So leiden die Menschen in zahlreichen asiatischen Großstädten unter der enorm hohen Luftverschmutzung. Nicht zuletzt deshalb wurden dort zahlreiche geplante Kohlekraftwerke doch nicht gebaut. Der Druck aus der Bevölkerung, das Problem in den Griff zu kriegen, war dafür hoch genug. Viele andere Umweltprobleme spielen sich aber lange Zeit eher im Verborgenen ab. Die fatalen Auswirkungen wird die Menschheit erst in einigen Jahren zu spüren bekommen. Dies führt teilweise dazu, dass der Handlungsdruck für die Regierungen der Welt nicht ganz so hoch zu sein scheint. Dem wollten die Vereinten Nationen nun entgegen wirken, indem sie eine Liste mit fünf unterschätzen Umweltgefahren veröffentlichten:


1. Genmanipulationen

Grundsätzlich bietet die Gentechnik enorme Chancen. So besteht beispielsweise die Hoffnung zahlreiche tropische Krankheiten auszurotten, indem man die übertragenden Mücken entsprechend manipuliert. Umgekehrt können gentechnische Veränderungen auch eingesetzt werden, um das Aussterben einer Tierart zu verhindern. Doch die Forschungsarbeit bringt auch zwei grundlegende Probleme mit sich. Zum einen ist nicht klar, wie das Ökosystem jeweils auf den menschlichen Eingriff reagiert. Zum anderen lassen sich Genmanipulationen auch für schlechte Zwecke nutzen. So wäre theoretisch ein Bioangriff auf die weltweite Ernte denkbar – was katastrophale Folgen hätte.


2. Zerstörung natürlicher Lebensräume

Weltweit werden immer mehr Straßen, Häuser, Fabriken und Stromleitungen gebaut. Diese Infrastruktur nimmt jede Menge Platz in Anspruch. Oftmals muss dafür die Natur weichen. Am schlimmsten davon betroffen ist in der Regel die Tierwelt, weil den Arten der Platz zum Leben genommen wird. Aber auch die Vielfalt der Pflanzen leidet unter den weniger werdenden natürlichen Flächen. Die Vereinten Nationen fordern daher, bei Bauprojekten stets auch die Folgen für die Natur im Blick zu haben.

3. Aufgetauter Permafrost

In der Arktis und in Sibirien speichert der gefrorene Boden große Mengen CO2. Aufgrund der Erderwärmung wird es in diesen Gebieten aber nicht mehr kalt genug, sodass die Böden nach und nach auftauen. Der zuvor gebundene Kohlenstoff entweicht dann in die Atmosphäre. Langfristig könnte so ein sich selbst verstärkender Kreislauf in Gang gesetzt werden. Auch deshalb bleibt der Menschheit nicht mehr all zu viel Zeit, um den Anstieg der Erderwärmung in einem akzeptablen Rahmen zu halten.

4. Zu viel Stickstoff

Beim Stickstoff gilt: Die Dosis macht das Gift. In natürlichen Mengen stellt Stickstoff keine Gefahr für die Umwelt war. Zu viel davon kann aber das Wasser, die Luft und die Böden belasten. Außerdem leidet darunter die Ozonschicht. Das Problem: Autos, Maschinen und die Industrie geben deutlich mehr Stickstoff ab als gut wäre. Auch Deutschland ist in diesem Punkt kein Vorbild. Die UNO spricht sich daher für globale Absprachen aus, um die Stickstoffbelastung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

5. Falsche Anpassungen

Die Umwelt verändert sich aktuell in vielen Bereichen. Der Klimawandel ist da nur ein besonders drastisches Beispiel. Wie immer bergen Veränderungen Chancen und Risiken. Folgt man dem Bericht der Vereinten Nationen, dann wird die Gefahr unterschätzt, dass die Menschheit aus den sich abzeichnenden Veränderungen die falschen Schlüsse zieht. Unser Leben würde sich dann zwar verändern, die Anpassungen hätten aber nicht den gewünschten Effekt.

Via: UNO

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1 Kommentar

  1. werner

    6. März 2019 at 14:43

    zu 4: Es geht in dem Bericht nicht um Stickstoff (welches ein ziemlich reaktionsträges Gas ist, was im Bericht auch erwähnt wird), sondern vor allem um Stickstoffverbindungen, wie Stickoxide, die die Umwelt belasten können.
    Die Ausdrucksweise des Originalberichts bzw. die Übersetzung ist hier ungenau.

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