In den 1970er Jahren waren es die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, die die Oberfläche des Mondes genauer untersuchten. Die USA gelangten dabei mit der bemannten Apollo Mission auf den Mond, während die Sowjets auf die unbemannte Luna Mission setzten. Beide brachten auch Proben des Mondgesteins mit auf die Erde. Seitdem allerdings kam es zu keinen weiteren Bemühungen, mehr über die Beschaffenheit der Mondoberfläche zu erfahren. Dies änderte sich erst vor zwei Jahren, als die chinesische Mondsonde Chang’e 3 erstmals wieder Gesteinsproben des Erdtrabanten entnahm. Nun wurden die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse der Untersuchungen publiziert.


Mond
Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Mondoberfläche entsteht durch Vulkanausbrüche

Am interessantesten ist dabei das Alter des mitgebrachten Mondgesteins. Dieses wird auf rund 2,96 Milliarden Jahre geschätzt. Damit ist das Gestein der chinesischen Proben deutlich jünger als die Gesteinsproben der 1970er Jahre – diese waren zwischen drei und vier Milliarden Jahre alt. Das Material war allerdings dasselbe. Auch die chinesischen Proben bestanden aus Basalt – einem Gestein, was in der Folge von Vulkanausbrüchen entsteht. Dies bestätigt die bisherige Vermutung zur Entstehung des Monds. Demnach war der Erdtrabant vor rund vier Milliarden Jahren ein riesiges Magmameer – erkaltete dann aber. In seinem Inneren befindet sich allerdings auch weiterhin heißes Magma, was sporadisch an die Oberfläche tritt.

Russland plant eine bemannte Mondmission

Die Auswirkungen dieser Vulkanausbrüche lassen sich sogar von der Erde aus beobachten. Denn die dabei entstehenden Krater werden als dunkle Flecken sichtbar. Die chinesische Mondmission stellt dabei so etwas wie den Auftakt einer Renaissance der Mondforschung dar. So plant China bis zum Jahr 2020 erstmals die Rückseite des Monds zu untersuchen. Russland und die Europäische Raumfahrtagentur wollen im selben Jahr die Pole genauer ins Blickfeld nehmen. Für das Jahr 2029 wiederum plant die russische Raumfahrtagentur zudem erstmals wieder eine bemannte Mondmission.


Via: Popsci

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