Viele Hersteller von Kosmetikprodukten nutzen dabei so genannte Microbeads. Diese Mikrokügelchen aus Plastik kommen beispielsweise in der Zahnpasta, bei Seife und verschiedenen Hautpflegeprodukten zum Einsatz. Einige Hersteller haben sogar Werbekampagnen geschaltet, in denen auf die besondere Wirksamkeit dieser Kügelchen verwiesen wurde. Umweltschützer sind von Microbeads aber alles andere als begeistert. Der Grund: Die Plastikpartikel geraten natürlich auch ins Abwasser. Kläranlagen haben aber oft Probleme sie herauszufiltern, so dass die Mikrokügelchen in Flüsse und Gewässer geraten. Dort richten sie dann enormen Schaden an – beispielsweise wenn sie von Tieren gefressen werden. Kosmetikartikel im US-Bundesstaat Kalifornien müssen daher zukünftig ohne Microbeads auskommen.


Kaliforniens Gesetz ist besonders streng

Die Dimension des Problems wird dabei deutlich, wenn man sich folgende Zahl vor Augen hält: Täglich gelangen alleine in den Vereinigten Staaten 800 Billionen dieser kleinen Plastikpartikel in das Abwasser. Kalifornien ist dabei nicht der erste US-Bundesstaat, der ein entsprechendes Verbot erlassen hat. Es ist aber der mit Abstand bevölkerungsreichste. Umweltschützer hoffen daher, dass nun eine kritische Größe an Kunden erreicht wurde und die Hersteller generell auf den Einsatz der Microbeads verzichten. Hinzu kommt, dass das kalifornische Gesetz besonders restriktiv ist. Selbst von Umweltschützern wird es dafür gelobt, dass es keinerlei Schlupflöcher enthält.


App hilft deutschen Kunden beim Verzicht

So wurde beispielsweise auch der Einsatz von biologisch abbaubaren Plastikpartikeln untersagt. Diese gibt es bisher zwar noch nicht. Doch bei ähnlichen Verboten, etwa von Plastiktüten, wurde versucht, diese zu umgehen, indem vermeintlich umweltfreundliche Alternativen auf den Markt kamen. Biologisch abbaubar ist dabei allerdings ein Begriff, der unterschiedlich interpretiert werden kann. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown will deshalb von vorneherein keine Diskussionen aufkommen lassen. Kunden, die von sich aus auf Mikropartikel verzichten möchten, können dies mit der „Beat the Microbead“ App tun. Diese analysiert den Barcode eines Produkts und teilt dann mit, ob Microbeads darin enthalten sind.

Via: New York Times

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