Kohlenstoffdioxid ist für mehr als drei Viertel der jährlichen Klimaemissionen verantwortlich. Die Menschheit verfolgt daher aktuell mehrere Ansätze, den CO2-Ausstoß zu verringern. So wird versucht die produzierte Menge an Kohlenstoffdioxid insgesamt zu senken. Es gibt aber auch Versuche, das klimaschädliche Gas auf der Erde zu speichern und so gar nicht erst in die Atmosphäre aufsteigen zu lassen. Dies kann durch Wiederaufforstung geschehen oder indem das Kohlenstoffdioxid aufgefangen und unterirdisch gespeichert wird. Die Wissenschaftlerin Emily Cole arbeitet mit ihrer Firma allerdings an einem weiteren innovativen Ansatz: Dabei wird das Klimagas eingefangen und dann mit Hilfe eines Katalysators in nützliche Chemikalien wie Ethylenglykol und Glycolsäure verwandelt.


Die Abhängigkeit von Erdölimporten könnte verringert werden

Diese können dann beispielsweise zur Produktion von Plastikflaschen verwendet werden, was wiederum einen weiteren positiven Aspekt hätte: Auf diese Weise würde nicht nur das Klima geschont, sondern es könnte auch auf die Verarbeitung von Rohöl verzichtet werden. „Wir reduzieren unsere Abhängigkeit von Erdöl, was nicht erneuerbar ist. Wir produzieren die Produkte mit weniger CO2-Emissionen und wir können möglicherweise die Produktionskosten senken“, zählt Cole die Vorteile ihrer Recyclingmethode auf. Eingesammelt wird das Klimagas dabei direkt an der Quelle – also in einer Fabrik oder einem Kraftwerk. Anschließend wird es in einem patentierten Verfahren mit Wasser und Elektrizität versetzt, bis die gewünschten Chemikalien entstehen.


Coca Cola hofft auf günstigere PET-Flaschen

Um ihre Erfindung zu kommerzialisieren und breitflächig zur Anwendung zu bringen hat Cole dabei die Firma Liquid Light gegründet. Diese hat inzwischen zwölf Mitarbeiter und hofft bereits im nächsten Jahr einen Prototypen ihrer Technologie präsentieren zu können. Bereits jetzt haben aber auch Investmentfirmen und große Konzerne Notiz von der neuen Technologie genommen. So konnte Liquid Light insgesamt 23,5 Millionen Dollar bei Investoren einsammeln. Coca Cola arbeitet zudem bereits heute mit der Firma zusammen. Die Hoffnung des Getränkekonzerns: Das neue Verfahren könnte helfen, die Kosten der Produktion von PET-Flaschen zu senken.

Via: CNN

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