Theoretisch ist in den Weiten des Himmels ausreichend Platz für alle Flugzeuge. In der Praxis allerdings ist eine akkurate Steuerung notwendig, damit sich die Routen der einzelnen Flieger nicht derart überschneiden, dass es zu einer fatalen Kollision kommt. Als Flugpassagier muss man sich darauf verlassen, dass die zuständigen Behörden auf dem Boden dabei einen guten Job machen. Bei einer Untersuchung der IT-Sicherheit der amerikanischen Flugbehörde wurden nun aber erhebliche Mängel aufgedeckt. Die Prüfer sprechen von einem „erhöhten und unnötigen Risiko“.


Zwei große Schwachstellen identifiziert

Besonders problematisch seien dabei zwei Aspekte. Erstens gebe es ein Netz von mehr als 100 Luftüberwachungssystemen. Dies sei aber nicht ausreichend vor Angriffen von außen geschützt. Zudem sei nicht sichergestellt, dass ein unerlaubtes Eindringen in die IT-Struktur der Systeme überhaupt erkannt und dokumentiert werden kann. Hinzu kommt, dass viele Computersysteme, die nicht direkt mit dem Luftverkehr zu tun haben über einen vergleichsweise niedrigen Schutz verfügen. Diese können aber als Einfallstor genutzt werden, um systemrelevante Teile zu attackieren.


Zudem stellte die Untersuchung Mängel bei der Abstellung von erkannten Schwachstellen fest. Dabei komme es zu nicht vertretbaren Verzögerungen. Teilweise seien die getroffenen Maßnahmen auch nicht geeignet, das eigentlich erkannte Problem zu beheben. Zum Abschluss formulierten die Prüfer daher insgesamt 14 Empfehlungen an die US-Luftfahrtbehörde und weitere drei Empfehlungen an das US-Transportministerium.

Politiker haben Eigeninteresse an sicherem Luftverkehr

Der Bericht hat zudem auch die Politik auf den Plan gerufen. Der zuständige Ausschuss des US-Senats verlangte, dass er regelmäßig über den Stand der Umsetzung der Empfehlungen unterrichtet wird. Es ist davon auszugehen, dass die zuständigen Senatoren das Thema durchaus ernst nehmen. Immerhin sind auch sie auf ihren Dienstflügen darauf angewiesen, dass der Flugverkehr ordnungsgemäß geordnet und kontrolliert wird.

Quelle: Phys

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