Lebensmittelverschwendung ist ein Thema, das auch in den USA zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt. Viele der Abfälle fallen dabei in Supermärkten an. Ein Teil der nicht mehr verkaufbaren Ware wird daher inzwischen an gemeinnützige Organisationen gespendet. Der Rest allerdings wandert auch weiterhin in die Mülltonne. Ein junges Unternehmen aus Kalifornien allerdings möchte dies nun ändern und hat ein Verfahren entwickelt, das ungenutzte Lebensmittel in Dünger verwandeln kann. Dieser ist dann deutlich umweltfreundlicher als herkömmlicher Chemie-Dünger.


Müll Kompost

Ein Komposthaufen im Schnellverfahren

Das von der Firma „California Safe Soil“ entwickelte Verfahren funktioniert dabei im Wesentlichen wie ein großer Komposthaufen – nur wird der Prozess enorm beschleunigt. Unternehmensgründer Dan Morash nutzt zur Erklärung den Vergleich mit dem menschlichen Körper: „Denken Sie an das menschliche Verdauungssystem. Wir zerkleinern die Teile mechanisch, wie es unsere Zähne machen. Dann erhitzen wir die Masse und fügen Enzyme hinzu – so wie der menschliche Magen.“ Auf diese Weise lassen sich die Lebensmittel wieder in ihre einzelnen Stoffe aufspalten. Diese können dann gewinnbringend weiter verarbeitet werden.


Stickstoffbelastung könnte reduziert werden

Das Endprodukt der Firma nennt sich schließlich „HarvesttoHarvest“ und ist ein flüssiges Düngemittel. Nach Angaben des Unternehmens können rund 90 Prozent der Essensabfälle weiterverwendet werden. Die restlichen zehn Prozent werden als Schweinefutter vermarktet, so dass auch hier eine nützliche Verwendung stattfindet. Der große Vorteil des Öko-Düngers liegt darin, dass er helfen kann die Stickstoffbelastung der Umwelt und insbesondere der Flüsse und Gewässer zu verringern. Außerdem könnten durch die konsequente Weiterverarbeitung der Abfälle auch große Flächen an Biomülldeponien eingespart werden.
Zunächst aber muss die Firma noch endgültig beweisen, dass ihr Konzept inhaltlich und wirtschaftlich funktioniert. Erste Studien in Zusammenarbeit mit der „University of California-Davis“ haben zwar einen positiven Effekt des Düngemittels nachgewiesen. Diese Untersuchungen müssen aber noch von weiteren Wissenschaftlern überprüft werden.

Quelle: The Guardian

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