Amazon könnte die Forschungen an dem neuen PrimeAir-Lieferservice per Drohne in naher Zukunft außerhalb der USA fortführen. Das Unternehmen drohte mit einem Abzug, wenn sich die Behörden auch in Zukunft, bezugnehmend auf die kommerzielle Drohnennutzung unter freiem Himmel, querstellen und eine Erlaubnis für die Tests verweigern.


Amazon bittet um Ausnahmegenehmigung

Amazon Chef Jeff Bezos hat in der Vergangenheit bereits für Aufmerksamkeit gesorgt, als die Paketkopter thematisiert wurden. Amazon treibt die Forschungen weiter voran und entwickelt Technologien um den Versand in Zukunft beschleunigen und auch noch effektiver gestalten zu können. Hierfür sind natürlich eine Menge Tests nötig. In den USA herrschen jedoch recht strenge Regeln, wenn es um die kommerzielle Nutzung von Drohnen geht. Amazon wird regelmäßig die Erlaubnis für Testflüge verweigert. Mittels Brief wandte sich der Konzern nun an die US-Luftfahrtbehörde (FAA) und drohte, dass notfalls die Forschungen komplett in das Ausland verlagert werden, sollte die Regulierungsbehörde weiterhin auf die strengen Regularien setzen. Schließlich testet Amazon die Drohnen auch schon in Großbritannien. Informationen des Wall Street Journals zufolge soll auch Israel als weiteres Testland forciert werden.


Amazon möchte in absehbarer Zeit einen neuen Lieferservice ermöglichen. Dabei werden Pakete in einem bestimmten Einzugsgebiet mit einer Drohne ausgeliefert. Dem Unternehmen nach sollen die Kunden dann ihre Lieferungen innerhalb von 30 Minuten erhalten. Teilweise kann es aber auch noch schneller von der Hand gehen. Im Sommer teilte die US-Luftfahrtbehörde dem Online-Händler mit, dass die geplanten Paketkopter Flüge als illegal angesehen werden. Einige Unternehmen erhalten in den USA jedoch Ausnahmereglungen, was den kommerziellen Drohnenflug anbelangt. Bisher wurden jedoch offiziellen Informationen nach weniger als 10 Ausnahmegenehmigungen erteilt.

Jeff Bezos betont, dass die strengen Regularien der FAA die größte Hürde bei den Entwicklungen des neuen Liefersystems darstellt. Die Technologie sei bereits sehr weit fortgeschritten und einsatzbereit. Dennoch zeigen Kritiker einige Problemfelder, wie etwa die geringe Akkuhaltbarkeit sowie die Frage nach dem Verlauf von Einsätzen bei schlechtem Wetter und Regen, auf. In Europa wurden bereits mehrere tausend Genehmigungen für kommerzielle Drohnentests erteilt. Die strengen Regeln im Hinblick auf Drohnenflüge kommen dabei nicht von ungefähr. Die FAA hat erst in der letzten Woche eine Liste veröffentlicht, die Beinahe-Kollisionen mit Drohnen im US-Luftraum dokumentiert. Amazon testet die PrimeAir Drohnen in den USA bisher nur in Gebäuden.

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