Eventuell stellt diese Entscheidung eine Reaktion auf die wachsende Kritik an den Arbeitsbedingungen in Amazons Warenlagern dar: Ausgewählte Mitarbeiter dürfen nun wählen, ob sie lieber 30 Stunden oder in Vollzeit arbeiten möchten, auch Manager sind davon betroffen.


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Nur noch 30 Stunden pro Woche durch das Warenlager flitzen? Manchem Amazon-Mitarbeiter mag das verlockend erscheinen!

Angestellte dürfen individuelles Arbeitszeitmodell wählen

Ganze Arbeitsteams dürfen von jetzt an auf Wunsch nur noch 30 Stunden pro Woche arbeiten, die Kernarbeitszeit liegt von montags bis freitags zwischen 10 bis 14 Uhr. Ein flexibles Arbeitszeitmodell ergänzt das neue Programm, die vollen Sozialleistungen bleiben erhalten. Die eingesparten Stunden werden allerdings nicht entlohnt, die Bezüge sollen entsprechend um 25 % sinken. Wer merkt, dass er mit dieser Regelung doch nicht zurechtkommt, kann jederzeit wieder in eine Vollzeitposition wechseln. Damit möchte Amazon seinen Angestellten die Möglichkeit geben, ein individuell passendes Arbeitszeitmodell zu wählen.

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Weniger Arbeit – mehr Zeit für die Familie.

Generelle Abschaffung der 40-Stunden-Woche nicht in Sicht

Allerdings handelt es sich aktuell nur um wenige Dutzend Personen, die in den Genuss der freien Stundenwahl kommen: Amazon möchte zunächst testen, was aus diesem neuen Angebot resultiert, bevor das Unternehmen wirklich in die Vollen geht. Eine generelle Abschaffung der 40-Stunden-Woche soll auf lange Sicht allerdings nicht geplant sein.


Durch eine verbesserte Work-Life-Balance kann es tatsächlich dazu kommen, dass die Produktivität der Mitarbeiter sich erhöht und die Unternehmensgewinne im Vergleich zur 40-Stunden-Woche steigen. Erst gestern berichtete Trends der Zukunft über die Vorteile eines dreitägigen Wochenendes, das sich hervorragend mit der 30-Stunden-Woche kombinieren ließe. Bei der Konzentration auf nur 4 Arbeitstage würde sogar die Umwelt von dem neuen Arbeitszeitmodell profitieren!

Quellen: interestingengineering.com, golem.com

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