Inzwischen ist der Verkauf von Cannabis in immerhin 33 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten legalisiert worden. Dies hat zu einem gewaltigen Boom in der Branche geführt. So haben die entsprechenden Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von stolzen 10,4 Milliarden US-Dollar erzielt. Bis zum Jahr 2021 soll dieser Wert sogar auf 40 Milliarden Dollar steigen. Auch der Arbeitsmarkt profitiert von dieser Entwicklung. Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass immerhin 259.000 Einwohner ihren Lebensunterhalt in der Cannabis-Branche verdienen. Allerdings zeigt sich inzwischen auch, dass die neue Branche noch mit einigen Problemen zu kämpfen hat. So gab es zuletzt mehrere Berichte über schwerwiegende Sicherheitsvorfälle bei der Produktion von Cannabis-Produkten. Brandschutzbeauftragte und Gewerkschaften schlagen daher nun Alarm.


Noch fehlen ausreichende Sicherheitsvorschriften

Konkret geht es um die Herstellung von Haschöl für die Lebensmittelindustrie. Dazu muss oftmals leicht entflammbares Butan in ein mit Cannabis gefülltes Rohr gegossen werden. Dadurch wird der Pflanze das THC entzogen und kann dann weiter verarbeitet werden. Durch unsachgemäße Handhabung oder eine falsche Lagerung kann es aber auch zu Bränden und Explosionen kommen. In den letzten fünf Jahren geschah genau dies in mindestens zehn Fabriken. Teilweise waren schwere Verbrennungen bei den Mitarbeitern die Folge. Experten warnen daher: Für die noch junge Cannnabis-Industrie existieren noch keine ausreichenden Sicherheitsvorschriften. Dies hängt auch mit der besonderen politischen Konstellation zusammen. Denn weil Cannabis nicht in allen Bundesstaaten legalisiert wurde, können auch keine landesweiten Vorschriften erlassen werden.


Illegale Produktionsstätten sind ein großes Problem

Eine Regulierung kann daher jeweils nur durch die einzelnen Bundesstaaten erfolgen. Bisher ist die Nutzung von Butan zur Extrahierung von Haschöl allerdings erst in zwei Staaten verboten worden. Dies könnte zum einen am Wettbewerb zwischen den Bundesstaaten liegen, die versuchen, möglichst stark vom Boom in der Cannabis-Industrie zu profitieren. Zu viele Vorschriften könnten dafür sorgen, dass sich die jungen Unternehmen lieber woanders ansiedeln. Allerdings können Verbote und Vorschriften auch aus anderen Gründen noch problematisch sein. Denn die Gefahr von Bränden ist in illegalen Produktionsstätten noch einmal deutlich größer. Zumal diese oftmals auch noch mitten in Wohngebieten liegen. Gewerkschaften wollen daher nun nach Lösungen suchen, wie sinnvolle Arbeitsschutzvorschriften bei der Produktion von Haschöl durchgesetzt werden können.

Via: Business Insider

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4 Kommentare

  1. eisvogel

    25. Februar 2019 at 14:26

    Man fast es nicht! Mehr und mehr werden Suchtmittel legalisiert und die Sucht gefördert!
    Wie kann es den erstrebenswert sein, mit benebelter Birne rumzulaufen und nicht klaren Verstandes zu sein???

  2. unigs

    25. Februar 2019 at 15:16

    Wir sollten mal lieber das Cannabis hier zu Lande legalisieren anstatt stendig nur aus den USA zu berichten.

  3. unigs

    25. Februar 2019 at 15:21

    @eisvogel
    eine prohibition bringt mehr Leid als es zu legalisieren. Viele der COPD flle könnten vermieten werden wenn man Cannabis legalisiert. Man hat sogargemerkt, dass es egal ist ob es illegal oder legal ist. Es rauchen genau so viele Cannabis wie sonst auch. Es scheint den Leuten egal zu sein ob es legal oder illegal ist. Das einzige was man macht ist die Banden finanziell zu stärken. Ausserdem kommen Menschen durch den Dealer so ehr zu Heroin oder kokain oder schlimmer. Wer nur cannabi rauchen will wird so mit anderen Stoffen in berührung gebracht.
    Man würde sich wundern wenn man wissen würde wer alles cannabis konsumiert. Die meisten verstecken sich… alleine… nachts zuhause wenn keiner mehr vorbei schaut. ich bin 35 und kenne in meinem alter sehr viele Konsumenten. Ob wegen schmerzen oder aus spaß … ist alles dabei und diese Menschen leben alle ganz normal… Haus…Kinder…Job…

  4. Ralf R.

    25. Februar 2019 at 19:42

    Fragen Sie das doch mal die fast 2 Mio Alkoholiker und fast 10 Mio Problemtrinker in Deutschland.
    Die saufen sich um ihren Verstand. Cannabis wirkt ganz anders, bestimmt nicht benebelnd und ist deutlich unproblematischer

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