Der Name „Roundup“ klingt zunächst einmal eher ungefährlich. Tatsächlich handelt es sich aber um ein weltweit verbreitetes Pflanzenschutzmittel, das auf dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat basiert. Dieser steht im Verdacht Krebs auslösen zu können. Bewiesen werden konnte dies bisher aber noch nicht. Viele Landwirte setzen daher weiterhin auf das Mittel, weil es extrem effektiv ist. Eine Studie in den Vereinigten Staaten hat nun gezeigt, dass dies bedenkliche Folgen haben kann. Dort nahmen Forscher 28 an Kinder gerichtete Produkte aus dem Bereich der Frühstücksflocken unter die Lupe. Das Ergebnis: In allen konnten bestimmte Mengen an Glyphosat nachgewiesen werden. Durchgeführt wurden die Tests von Fachleuten der „Environmental Working Group“, die nun Konsequenzen fordern.


Bild: Daniel Schwen [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], from Wikimedia Commons

Über die sicheren Grenzwerte wird erbittert gestritten

Richtig ist aber auch: Alle gemessenen Werte lagen innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte. Für die Organisation ist dies allerdings kein ausreichendes Argument: „Nur weil etwas legal ist, heißt das nicht, dass es auch sicher ist.“. Für diese These werden vor allem zwei Argumente bemüht. Zum einen beruhen die Grenzwerte zumeist nicht auf den aktuellsten Daten. Zum anderen kann der Druck von Lobby-Gruppen dafür sorgen, dass die gesetzlichen Vorschriften weniger scharf ausfallen als notwendig. Ob dies im Fall von Glyphosat so ist, ist allerdings keineswegs bewiesen. Selbst unter Wissenschaftlern tobt ein Streit darüber, wie gefährlich das Mittel tatsächlich ist. Die Vertreter der „Environmental Working Group“ haben bei ihren Tests einen besonders strengen Grenzwert als Maßstab genommen.

Bio-Produkte entstehen ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Das Argument dahinter: Weil sich gefährliche Chemikalien im Laufe des Lebens im Körper einlagern, sollte die Belastung im Kindesalter möglichst niedrig sein. „Roundup“ ist in der konventionellen Landwirtschaft so weit verbreitet, dass Verbrauchern, die auf Nummer sicher gehen wollen, nur der Griff zu entsprechenden Bio-Produkten bleibt. Allerdings gibt es durchaus verschiedene Initiativen, um die Nutzung zumindest zu reduzieren. So soll in Deutschland beispielsweise die Nutzung in privaten Gärten weitestgehend verboten werden. Landwirte müssen zumindest mit zusätzlichen Auflagen rechnen. In viereinhalb Jahren steht zudem auf der Ebene der Europäischen Union die Entscheidung an, ob die Zulassung für das Pflanzenschutzmittel erneut verlängert wird. Auch an natürlichen Ersatzprodukten wird bereits gearbeitet.


Via: Treehugger

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