Es ist ein Mammutprojekt und hatte immer wieder mit Verzögerung zu kämpfen. Eigentlich sollte der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford bereits im September 2015 fertig sein und 10,5 Milliarden Dollar kosten. Doch die Konstrukteure hatten die Komplexität der hochmodernen Technologien unterschätzt. So gab es immer wieder Probleme mit dem neu entwickelten elektromagnetischen System zum Starten und Landen der Flugzeuge. Dieses soll eigentlich dafür sorgen, dass die Flugzeuge am Ende der nur 100 Meter langen Landebahn auf mehr als 100 Meter pro Sekunde beschleunigt haben – und somit starten können. Doch die Technik wurde nie zuvor in der Praxis getestet und bereitete beim Bau des ersten Flugzeugträgers der neuen Klasse massive Probleme.


Der erste Einsatz könnte im Jahr 2021 stattfinden

Dazu trug auch ein grundsätzlicher Planungsfehler bei. Denn der Bau der USS Gerald R. Ford wurde bereits begonnen, bevor die Planung endgültig abgeschlossen war. Dies wiederum führte dazu, dass später immer wieder zeitaufwendige Umbauten nötig wurden. Nun aber ist die Konstruktion des Riesenschiffes weitgehend abgeschlossen und der Flugzeugträger wird erstmals unter realen Bedingungen auf See getestet. Zunächst werden die Testfahrten dabei noch von den Schiffsbauern selbst durchgeführt, anschließend werden dann Navy-Experten den Flugzeugträger auf Herz und Nieren prüfen. Läuft dabei alles nach Plan kann die USS Gerald R. Ford 2021 in Dienst gestellt werden. Deutlich teurer als geplant wird sie aber in jedem Fall: Aktuell wird mit Gesamtkosten von 13 Milliarden Dollar gerechnet.


Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 56 Stundenkilometern

Hinzu kommen die bis zu 75 Flugzeuge, die auf dem Deck des Schiffs stationiert werden sollen – und jeweils 100 Millionen Dollar kosten. Diese sollen in der Lage sein, pro Tag bis zu 220 Starts und Landungen zu realisieren. Angetrieben wird das Schiff von zwei integrierten Atomreaktoren, die 250 Prozent mehr Energie liefern sollen als bisher auf Flugzeugträgern zur Verfügung standen. Dies führt unter anderem dazu, dass die USS Gerald R. Ford auf eine Spitzengeschwindigkeit von immerhin 56 Stundenkilometern kommt. Nach Fertigstellung des ersten Flugzeugträgers der neuen Klasse, sollen noch zwei weitere folgen: Die USS John F. Kennedy und eine Neuauflage der USS Enterprise.

Via: New Atlas

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