Fahrräder mit Elektroantrieb erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bei Pedelecs übernimmt der Motor dabei allerdings nicht die komplette Leistung, sondern unterstützt lediglich die Trittfrequenz des Fahrers. Trotzdem muss der Akku aber natürlich von Zeit zu Zeit aufgeladen werden. Das österreichische Startup Vello hat nun aber eine interessante Alternative entwickelt. Das Bike+ ist nicht nur leichter als andere Pedelecs, sondern lässt sich auch zusammenfalten und verfügt über eine interessante Form der Energieversorgung. Ein Kinetic Energy Recovery System (K.E.R.S.) fängt dabei die Bremsenergie ein und nutzt diese, um den Akku des Elektromotors aufzuladen. Theoretisch wird auf diese Weise sogar eine beinahe unbegrenzte Reichweite des unterstützenden Elektromotors möglich.


K.E.R.S. wurde bereits in der Formel 1 genutzt

Neu entwickelt wurde die K.E.R.S. Technologie dafür natürlich nicht. Vielmehr kam die Technik vor einiger Zeit sogar in der Formel 1 zum Einsatz. Erstmals wird sie nun aber auch bei Fahrrädern genutzt. Die meiste Energie wird dabei logischerweise auf längeren Abfahrten gewonnen. Theoretisch ist es also möglich, mit Unterstützung des Elektromotors den Berg hinaufzufahren und die dabei verbrauchte Energie auf der Abfahrt wieder hereinzuholen. Auf längeren Flachstrecken hingegen wird nicht ausreichend Bremsenergie zusammenkommen, so dass nach einer gewissen Zeit der Akku doch extern aufgeladen werden muss. Zumindest ist das Bike+ aber so leicht, dass es auch ohne Motorunterstützung halbwegs komfortabel gefahren werden kann.


Smartphone-App gibt Informationen über die Fahrt

In der leichtesten Variante wiegt das faltbare Pedelec nämlich nur elf Kilogramm. Es kann zudem so zusammengeklappt werden, dass es auch im Frachtraum eines Fernbusses oder im ICE problemlos mitgenommen werden kann. Dementsprechend ist das Pedelec mit integrierter Ladefunktion auch eher nicht für längere Radtouren konzipiert worden, sondern soll vor allem dazu dienen, die bereits vorhandenen Transportmittel sinnvoll zu ergänzen. Einige smarte Funktionen wurden in das Bike+ zudem auch integriert. So kann sich der Fahrer per Smartphone-App mit dem Rad verbinden und auf diese Weise einige Leistungsdaten wie die Durchschnittsgeschwindigkeit abrufen. Außerdem lässt sich so der aktuelle Ladestand des Akkus überprüfen.

Via: Treehugger

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