Speziell jetzt im Sommer ist das Fahrrad eine angenehme Alternative zum Auto. Es schluckt keinen Sprit, ist gesund und kann quasi überall abgestellt werden. Aber für viele Menschen hört der Spaß am Radfahren auf, wenn es kälter wird oder regnet. In diese Lücke stoßen Velomobile – eine Mischung aus Auto und Fahrrad.


Foto: Podbike

Moderne Form des Liegerads

Bei Velomobilen handelt es sich um geschlossene Fahrzeuge mit Pedalen – quasi ein Fahrrad mit Karosserie. Sie brauchen verhältnismäßig wenig Kraft, werden mit Muskelkraft angetrieben und schützen den Fahrer vor Wind und Wetter. Dieser befindet sich bei vielen Modellen in einer liegenden Position.

Auf deutschen Straßen sind Velomobile eine Seltenheit. Dabei können sie durchaus eine gute Alternative zum Auto darstellen und dabei einige der Nachteile negieren, die mit Fahrrädern verbunden sind. Moderne Modelle mit Carbonbauweise erlauben aufgrund ihres windschnittigen Designs Fahrgeschwindigkeiten bis 50 km/h. Und das Workout kann gleich in das Pendeln zur Arbeit integriert werden – vorausgesetzt, man hat die Gelegenheit, auf der Arbeit zu duschen.


Fahrer von Velomobilen fahren entspannter als Radfahrer, da sie quasi im Liegen unterwegs sind. Entsprechend liegen die Gefährte tief auf der Straße und bieten wenig Luftwiderstand. Sie sind verhältnismäßig wartungsarm und bieten eine beeindruckende Effizienz: Nach einiger Eingewöhnung fällt es recht leicht, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.

Velomobile als Alternative zum Auto?

Günstig sind die Velomobile allerdings nicht gerade. Interessierte Radfahr-Fans müssen mit Neupreisen ab 5000 Euro rechnen. Für hochwertigere Modelle werden auch schnell mal 10.000 Euro fällig. Dafür gibt es dann auch tolle Extras wie Pedelec-Varianten, Navigationssysteme und solarbasierte Energieversorgung. Und speziell, wenn das Velomobil für den Weg zur Arbeit gedacht ist, handelt es sich um eine Investition, die sich schnell rechnet. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man so etwas für die Umwelt und das Klima tut.

Die Velomobile gibt es in unterschiedlichen Varianten. Von futuristischen Einsitzern wie dem Podbike aus Norwegen bis hin zu schnittigen Zweisitzern wie dem mö von Evolo aus Spanien. Letzteres verfügt über einen starken Elektromotor und bringt es auf 45 km/h Geschwindigkeit. Das Veemo aus Kanada bietet dagegen mit seiner komplett geschlossenen Kabine ausreichend Schutz vor dem Wetter.

Sicher ist so ein Velomobil nicht für jeden etwas – und ob es Autos wirklich ersetzen kann, darf auch bezweifelt werden. Aber es handelt sich um jeden Fall um eine gute Alternative für umweltbewusste Pendler oder Radfahrer, die nach einer außergewöhnlichen Variante ihres Hobbies suchen. Auf jeden Fall gibt es inzwischen mehr als ausreichend Varianten, sodass für jeden Radler etwas dabei sein sollte.

"

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. Björn

    6. August 2019 at 09:04

    „und ob es Autos wirklich ersetzen kann, darf auch bezweifelt werden.“

    Ein Velomobil soll ein Auto gar nicht ersetzen, ein Velomobil ist gebaut um das ganze Jahr relativ lange Strecken aus eigener Kraft, sehr komfortabel und ohne die Umwelt mit Gift oder Lärm zu belasten, zurückzulegen.
    Ich bin heute den 4. Tag, nach einer harten Krebsterapie, wieder zur Arbeit gependelt. Ich gehe es ruhig an und dennoch dauert mein Arbeitsweg von 45km nur 1 Std bis 1 Std und 10 Min.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.