Während die Weltmeere und die Landmassen der Erde weitgehend erforscht sind, ist unser Wissen über das Weltall noch immer eher beschränkt. Zahlreiche Staaten arbeiten mit ihren Weltraumagenturen allerdings daran, dies zu ändern. So gelang es der Europäischen Raumfahrtagentur zuletzt, mit der Sonde Rosetta auf einem Asteroiden zu landen, was wichtige Erkenntnisse über die Entstehung des Weltalls mit sich brachte. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat nun eine Liste möglicher Projekte für die Zukunft vorgestellt. Dabei sollen die Erkenntnisse der Europäer weiter vertieft werden. Zudem rücken die Venus und so genannte erdnahe Objekte in den Fokus.


Eine erste künstlerische Darstellung der Veritas-Mission. Image credit: NASA/JPL-Caltech
Eine erste künstlerische Darstellung der Veritas-Mission. Image credit: NASA/JPL-Caltech

Asteroiden geben Aufschluss über die Geschichte des Weltalls

Insgesamt handelt es sich um fünf potentielle Projekte, die nun im Detail ausgearbeitet und auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft werden sollen. Zwei davon beschäftigen sich mit Asteroiden. Die Mission Lucy würde dabei der Rosetta-Mission ähneln und einen Asteroiden des Jupiters in Augenschein nehmen. Ergänzt werden könnten die Erkenntnisse durch ein Projekt namens Psyche, das den gleichnamigen Asteroiden untersuchen soll. Asteroiden sind für die Forscher von besonderem Interesse, weil sie wie eine Art Zeitkapsel wirken und somit einen Einblick in längst vergangene Zeiten ermöglichen. Neben Asteroiden hat vor allem auch der Planet Venus das Interesse der NASA-Experten geweckt.

Umsetzung könnte ab dem Jahr 2020 beginnen

Gleich zwei zukünftige Missionen sollen sich daher mit dem Umfeld der Venus beschäftigen. Die VERITAS-Mission soll dabei einen topographischen Überblick über die Beschaffenheit der Oberfläche der Venus liefern. Die DAVINCI-Sonde wiederum würde in die Atmosphäre des Planeten eindringen und von dort quasi live Daten nach Houston senden, bevor sie von der Schutzschicht des Planeten zerstört wird. Als fünftes Projekt steht zudem ein Vorhaben namens NEOcam auf der Liste. Dabei soll neueste Sensortechnik genutzt werden, um einen exakteren Überblick über die erdnahen Objekte zu gewinnen. Jede der fünf potentiellen Missionen bekommt nun drei Millionen Dollar, um die Pläne im Detail auszuarbeiten. Die finale Entscheidung über die Umsetzung fällt dann nächstes Jahr. Der Start der Projekte ist für das Jahr 2020 geplant.


Via: NASA

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