Gefühlt hat das Bewusstsein für die Umweltschädlichkeit von Plastik in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich zugenommen. Die Zahlen sprechen aktuell aber noch eine andere Sprache: Alleine in den ersten zehn Jahren dieses Jahrhunderts wurde mehr Plastik produziert als im gesamten 20. Jahrhundert. Die Menschheit benötigt aktuell nur etwas mehr als drei Jahre, um eine Milliarde Tonnen des Kunststoffes zu verbrauchen. Bei diesen gewaltigen Zahlen fällt es zunächst schwer zu glauben, dass ein Einzelner einen Unterschied machen kann. Wie immer gilt aber auch hier: Viele kleine Beiträge können sich zu einer großen Sache vereinigen. Auf diese 5 Plastikprodukte kann jeder sofort verzichten – und damit seinen Teil zur Verbesserung der Situation beitragen:


1. Kaffeebecher-Deckel und Rührstäbchen

Der Trend zum Coffee-to-Go hat mit Sicherheit seinen Teil dazu beigetragen, dass heute mehr Plastik verbraucht wird als in der Vergangenheit. Viele Unternehmen ermöglichen inzwischen allerdings die Nutzung eines eigenen Mehrwegbechers. Dies ist gewissermaßen die Premiumlösung. Aber auch wer einen normalen Kaffee zum Mitnehmen bestellt, kann zumindest einen kleinen Beitrag leisten und auf die zusätzlichen Utensilien verzichten. In der Regel benötigt man weder einen Deckel noch ein Rührstäbchen aus Plastik.


2. Strohhalme

Vielleicht ist es etwas unfair, dass in den letzten Monaten vor allem die Plastik-Strohhalme so stark in den Fokus gerückt sind. Inzwischen denkt sogar die EU-Kommission über ein Verbot nach. Tatsache ist aber, dass jeder Cocktail und jeder Longdrink genauso gut schmeckt, wenn man ihn ohne Zwischenstück direkt aus dem Glas trinkt. Hier kann also der Plastikverbrauch gesenkt werden, ohne dass dies mit Einschränkungen verbunden wäre. Einige Geschäfte haben sich zudem bereits clevere Lösungen für nachhaltige Strohhalme einfallen lassen.

3. Einkaufstüten

Auch hier geht der Trend bereits in die richtige Richtung. Viele Supermärkte – etwa Rewe – haben gar keine Plastiktüten mehr im Angebot. Für die Kunden gibt es zudem zahlreiche Alternativen – von der Baumwolltasche über den im Laden nicht mehr benötigten Karton bis hin zum mitgebrachten Rucksack. Die Erfahrungen der Supermarktketten belegen jedenfalls, dass kaum noch jemand die klassische Plastiktüte vermisst.

4. Obsttüten

Etwas anders sieht dies in der Obstabteilung der Supermärkte aus. Dort finden sich noch immer Plastiktüten, mit denen die einzelnen Produkte verpackt werden können. Nötig ist dies allerdings nicht. Die Früchte können auch einfach so in den Einkaufskorb gelegt und nach Hause transportiert werden. Dies gilt sogar bei Läden, in denen der Kunde die Ware selber wiegen und mit einem Preisschild versehen muss. Dieses muss nicht auf einer der zur Verfügung gestellten Plastiktüten angebracht werden, sondern kann auch so an der Kasse vorgezeigt werden.

5. Wasserflaschen

Hier kommen wir an einen etwas kritischen Punkt. Denn Wasserflaschen aus Glas sind zwar in fast allen Geschäften problemlos zu finden, sie sind aber in der Regel auch etwas teurer als die billigste Variante in der Einwegflasche. In Sachen Klima- und Umweltschutz ist es aber von Bedeutung, die Zahl der nur einmal genutzten Plastikflaschen in Deutschland wieder zu reduzieren. Eine Alternative zum Wasserkauf gibt es zudem auch: Das Wasser aus der Leitung in Deutschland kann problemlos getrunken werden.

Via: Treehugger

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