Elon Musk ist Vorstandsvorsitzender von gleich zwei Firmen: Dem Autobauer Tesla und dem Raumfahrtunternehmen SpaceX. Nun will er diese beiden Funktionen in einer besonderen Aktion vereinigen. Wie der Manager auf Twitter ankündigte, wird im nächsten Monat endlich die von SpaceX entwickelte Trägerrakete Falcon Heavy ins All starten. Dann mit an Bord: Der kirschfarbene Tesla Roadster von Elon Musk. Eine Rückkehr auf die Erde wird es für das Auto nicht geben. Wie Musk schrieb, soll es „für Milliarden von Jahren in den Tiefen des Weltalls verbleiben, sofern die Rakete nicht schon beim Start explodiert“. Einen gewissen Sinn für Selbstironie hat Musk also noch nicht verloren: SpaceX hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit explodierenden Raketen zu kämpfen.


Falcon Heavy Marsmission
Die Falcon Heavy soll zunächst ein Auto und später dann Menschen zum Mars befördern.

Der Premierenflug der Trägerrakete muss erneut verschoben werden

Auch über die Musik im Autoradio hat sich der Firmenchef bereits Gedanken gemacht. So wird beim Start der Rakete Space Oddity von David Bowie gespielt. Bleibt die Frage zu klären, welchen Sinn die ganze Aktion hat. Und da kommt ein zweites bekanntes Problem von SpaceX ins Spiel. Denn der erste Start für die Falcon Heavy sollte ursprünglich bereits im Jahr 2013 stattfinden. Zuletzt versicherte das Unternehmen zumindest, dass der Premierenflug im Jahr 2017 stattfinden wird. Mit seinem Tweet nun räumt Musk hingegen ein, dass es wohl eher Januar 2018 werden wird – garniert diese Information aber mit der Geschichte von seinem Tesla Roadster im Weltall. Diese Taktik ist nicht neu: Immer wieder kündigt Musk neue Projekte an, um von aktuellen Problemen abzulenken.

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Zuletzt aktualisiert am 24.04.2018

Auch Apollo 11 startete von der Rampe im Kennedy Space Center

In jedem Fall sieht sich der Firmenchef in einer großen historischen Tradition. Denn wie er in seinem Tweet ebenfalls stolz berichtet, wird die Falcon Heavy von der selben Rampe ins All starten wie einst die erste bemannte Mondmission Apollo 11. Ganz ungefährlich ist dies nicht. Denn sollte es tatsächlich zu einer Explosion beim Start kommen, könnte nicht nur die geschichtsträchtige Rampe in Mitleidenschaft gezogen werden. Vielmehr würde dann auch der Zeitplan der NASA für weitere Raketenstarts durcheinander gewirbelt. Der Start der Falcon Heavy zum Mars ist zudem lediglich der Beginn eines größeren Projekts: Langfristig will Musk den Mars mit einer menschlichen Kolonie besiedeln – die dabei genannten Jahreszahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen.

Via: Mashable


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