Der Weltraum taucht in den Plänen von US-Präsident Donald Trump in der Regel nur selten auf. So war die US-Raumfahrtbehörde NASA zunächst monatelang ohne neuen Chef, nachdem der Amtsinhaber zurückgetreten war. Das Thema schien innerhalb der Trump-Regierung also keine besonders hohe Priorität zu besitzen. Dann wiederum verkündete der US-Präsident ambitionierte Ziele für die Erforschung des Weltraums und bekannte sich zu einer bemannten Marsmission. Die dafür benötigten Gelder wurden bisher aber noch nicht bereit gestellt. Nun hat sich Trump einem neuen Aspekt in Sachen Weltraum zugewandt: Er beauftragte das Pentagon, die Vorbereitungen zum Aufbau einer eigenen Weltraum-Armee zu beginnen. Die Streitkräfte wären dann nicht mehr nur auf dem Land, dem Wasser und in der Luft aktiv, sondern auch in den Weiten des Universums.


Foto: Donald Tump, Gage Skidmore, Flickr, CC BY-SA 2.0

Der Mond darf nur mit friedlichen Absichten genutzt werden

Bisher wurden militärische Weltraumprojekte zumeist von der US-Air-Force betreut. Trump aber strebt die Schaffung einer eigenen „Space Force“ an – also einer sechsten eigenständigen Abteilung innerhalb der US-Armee. Damit macht der Präsident klar: Auch der Weltraum ist für ihn ein möglicher Schauplatz der Kriegsführung. Allerdings wurden bereits in der Vergangenheit verschiedene internationale Verträge vereinbart, die die Militarisierung des Weltalls zumindest erschweren sollen. So sind Massenvernichtungswaffen im All verboten. Himmelskörper wiederum dürfen nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden. Ob Trump sich an diese Vereinbarungen gebunden fühlt oder aus ihnen aussteigen will, ist bisher nicht bekannt. Auch ein Zeitplan zur Schaffung der eigenen „Space Force“ fehlt noch. Gut möglich also, dass das Projekt wieder im Sande verläuft.

Weltraumschrott und Verkehrsorganisation sind die ersten Projekte

Die nun in Auftrag gegebenen ersten Schritte jedenfalls sind erst einmal harmloser Natur. So wird angekündigt, dass die Vereinigten Staaten eine führende Rolle bei der Beseitigung des Weltraumschrotts spielen wollen. Dies scheint auch nur fair zu sein, immerhin stammt ein nicht unerheblicher Teil davon von der NASA. Außerdem soll der zunehmende Verkehr im Weltraum besser organisiert werden. Hier könnte dann auch ein Einsatzbereich der „Space Force“ liegen. Eine Aufgabe der US Navy ist es nämlich, die internationalen Seewege freizuhalten und so einen sicheren Welthandel zu ermöglichen. Durchaus denkbar, dass dies zukünftig auch auf den Weltraum übertragen wird. Wie immer bei Trump gilt aber: Was er jetzt letztlich genau vorhat, weiß vermutlich nur er selber.


Via: Fortune

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