Eine Blutung, die nicht gestoppt wird, kann schnell gefährlich werden. Schon ein Blutverlust von einem Liter kann für Erwachsene Menschen kritisch werden. Bei Kindern und Jugendlichen liegt dieser Wert sogar noch niedriger. Bei kleineren Wunden ist der Körper dabei in der Lage, die Blutung von selbst zu stoppen. Größere Wunden bedürfen einer medizinischen Behandlung. Das US-Start-Up Suneris entwickelt für solche Fälle momentan eine Salbe, die Blutungen innerhalb von weniger als zwanzig Sekunden komplett stoppen soll.


Der Trick dabei: Die Salbe arbeitet mit den körpereigenen Heilungskräften zusammen. Von gewöhnlichen Alltagswunden kennt dieses Phänomen jeder. Der Blutfluss verlangsamt sich und es bildet sich eine Kruste, die dann im Laufe der Zeit wieder durch normale Haut ersetzt wird. Dieser Prozess wird durch den Einsatz des VetiGels schlicht enorm beschleunigt, wobei letztlich das Gel zusammen mit der entstandenen Kruste die Wunde verschließt.


Einsatz auch bei Verbrennungen möglich

Die Salbe soll dabei sowohl bei äußeren, als auch bei inneren Blutungen zum Einsatz kommen können. Nach Angaben des Unternehmens kann VetiGel zudem auch bei Verbrennungen eingesetzt werden, um die körpereigenen Regenerationskräfte zu unterstützen. Neben der einfachen Handhabung – die Salbe wird einfach auf die Wunde aufgetragen – ist insbesondere die einfache Lagerung des Gels von Bedeutung. Das VetiGel muss nicht gekühlt werden und kann in einfachen Tuben transportiert werden – ideal für den Einsatz in Kriegs- und Krisengebieten.

Tests von Tierärzten sollen Praxistauglichkeit beweisen

Erfunden und Entwickelt wurde das VetiGel von Joe Landolina, einem Studenten der „New York University“. Inzwischen befindet sich eine erste Version des VetiGels in der Testphase. Bei Mäusen hat die Salbe bereits erfolgreich auch heftige Blutungen gestoppt, nun sollen Tierärzte auch bei größeren Tieren den Einsatz der Salbe testen. Wann genau das Produkt auch für den Einsatz beim Menschen freigegeben wird, hängt nicht zuletzt von den Ergebnissen dieser Tests ab.

Quelle: Digitaljournal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.