Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke der Welt. Das schwarze Getränk ist ein hervorragender Muntermacher und hat in Maßen genossen eine gesundheitsfördernde Wirkung. Allerdings sind Kaffeepflanzen recht klimasensitiv, was in Zukunft ein Problem werden könnte. Viele Anbaugebiete für Kaffee wie etwa Äthiopien und Mittelamerika könnten in Zukunft zu heiß und zu trocken für die Pflanzen werden. Und nicht nur der kommerziell angebaute Kaffee ist bedroht, wie ein Team um Aaron Davis von den Royal Botanic Gardens in Kew entdeckte. Auch die wilden Verwandten der Kaffeearten Coffea arabica und Coffea canephora (Robusta) sind bedroht.


Bild: Aaron Davis/ RBG Kew

Es gibt weit über 100 Kaffeearten

Während die meisten Verbraucher mit den Worten „Robusta“ und „Arabica“ etwas anfangen können, wissen sie oft nicht, wie viele Kaffeearten es wirklich gibt. „ Die meisten Kaffeetrinker sind sich nicht bewusst, dass es mehr als zwei oder drei Kaffeearten gibt. Die meisten Kaffeetrinker sind sich nicht bewusst, dass es mehr als zwei oder drei Kaffeearten gibt„, so die Forscher.

Die wilden Kaffeearten sind meist nur bedingt für großflächigeren Anbau geeignet. Allerdings besitzen sie zahlreiche Merkmale, die genutzt werden können, um robustere Arabica- und Robusta-Pflanzen zu züchten. Die neuen Pflanzen sind dann nicht nur widerstandsfähiger gegen den Klimawandel, sondern auch gegen Schädlinge und Krankheiten. „ Wilde Kaffeearten sind daher entscheidend für die Weiterentwicklung des Kaffees und für Erhaltung der globalen Kaffeeproduktion„, betonen die Wissenschaftler.


Davis und sein Team wollten herausfinden, wie es um den Zustand der wilden Kaffeearten bestellt ist. Dazu haben die Forscher die Verbreitungsgebiete, die Häufigkeit und die Gefährdung aller 124 Coffea-Spezies mit Hilfe von weltweit erhobenen Daten ermittelt.

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Zuletzt aktualisiert am 22.04.2019

Kaffeeschutz als internationale Aufgabe

Das Ergebnis bietet Anlass zur Sorge: Insgesamt 75 wilde Kaffeearten sind akut vom Aussterben bedroht, also 60 Prozent der existierenden Arten. „ Verglichen mit den typischen Gefährdungsraten anderer Pflanzengruppen ist dies extrem hoch„, so Davis. Die hohe Gefährdungsrate liegt unter anderem daran, dass einzelne Arten wilden Kaffees oft nur an wenigen Orten und in kleinen Gebieten wachsen. Die afrikanische Insel Madagaskar beheimatet die meisten gefährdeten Coffea-Arten: 24 der auf der Insel vertretenen Arten sind bedroht, was 72 Prozent der Kaffeeartenvielfalt Madagaskars entspricht.

Außerdem führt die Klimasensitivität der Kaffeepflanzen und die Tatsache, dass sie meist eine Waldumgebung zum Gedeihen benötigen, für eine weitere Bedrohung. Denn viele Wälder in den Tropen schrumpfen zusehends, da sie auch weiterhin oft und viel abgeholzt werden.

Kaffeepflanzen sind jedoch keine Pionierpflanzen. Wenn der Lebensraum der Pflanzen einmal zerstört oder degradiert ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Art überlebt oder gar zurückkehrt, massiv. Dies sei aufgrund der großen Bedeutung des wilden Kaffees für die kommerzielle Kaffeezucht besorgniserregend, so die Forscher.

Hinzu kommt, dass die Pflanzen kaum in Samenbanken oder anderen Lagern konserviert werden können. „ Die Kaffeesamen halten sich unter den dort üblichen Bedingungen – geringe Feuchtigkeit und Kälte – nicht gut. Wir müssen daher die wilden Kaffeearten vor Ort schützen und erhalten, um die genetische Vielfalt des Kaffees zu bewahren. Gerade die afrikanischen Staaten, die sowohl Kaffee anbauen als auch die Heimat der wilden Coffea-Spezies sind, spielen für den Schutz des wilden Kaffees eine wichtige Rolle. Sie sollten bei dieser Aufgabe unterstützt werden„, so die Forscher.

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