Kurz vor den Olympischen Spielen 2008 wurde am Pekinger Flughafen ein neues Terminal eröffnet. Seitdem ist der Airport in der Lage, jährlich mehr als 100 Millionen Passagiere abzufertigen. Doch die Kapazitäten reichen bei weitem noch nicht aus. Deshalb entschloss sich die Regierung einen zweiten komplett neuen Flughafen zu bauen. Dieser wurde von der inzwischen verstorbenen irakischen Star-Architektin Zaha Hadid entworfen und nun nach nur vier Jahren Bauzeit eröffnet. Geht man rein nach der Gebäudegröße, handelt es sich um den größten Flughafen der Welt. In Sachen Passagierzahlen allerdings muss sich der neue Pekinger Flughafen zunächst noch weiter hinten einordnen. Die Kapazität liegt zunächst bei 45 Millionen Passagieren pro Jahr. Perspektivisch besteht aber die Möglichkeit, diese noch zu verdoppeln.


Bild: 王ä桐 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

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Per Schnellzug geht es in zwanzig Minuten nach Peking

Rein optisch fällt der neue Pekinger Flughafen vor allem durch seine besondere Bauform auf. Denn aufgrund seiner sechs Seitenarme wird der Airport auch als „Seestern“ bezeichnet. Diese Bauweise soll zwei große Vorteile mit sich bringen. Zum einen kann dadurch vergleichsweise viel Tageslicht genutzt werden. Zum anderen sollen die Wege für die Passagiere stark reduziert werden. So versprechen die Bauherren, dass kein Passagier weiter als 600 Meter laufen muss. Außerhalb des Flughafens müssen die Fluggäste allerdings durchaus eine gewisse Distanz zurücklegen. Denn der neue Airport befindet sich rund fünfzig Kilometer südlich der chinesischen Hauptstadt. Mit dem Schnellzug soll die Strecke aber in nur zwanzig Minuten zurückgelegt werden können.


Am Dienstag wird der 70. Jahrestag der Staatsgründung gefeiert

Die Baukosten beliefen sich auf umgerechnet 63 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der neue Berliner Flughafen sollte ursprünglich nur rund eine Milliarde Euro kosten – bei einer geplanten Kapazität von 28 Millionen Passagieren pro Jahr. Aufgrund der Bauverzögerungen sind die Ausgaben aber inzwischen auf mehr als sieben Milliarden Euro gestiegen. In Peking hingegen erfolgte die Eröffnung exakt nach Zeitplan: Am Dienstag wird der 70. Jahrestag der Staatsgründung mit einer großen Militärparade gefeiert. Kurz zuvor konnte die Regierung nun die Fertigstellung des architektonischen Prestige-Projekts verkünden. Angeflogen wird der neue Airport auch von einigen europäischen Airlines – etwa British Airways und Finnair. Den Großteil der Start- und Landeslots belegen allerdings die einheimischen Fluglinien China Southern Airlines und China Eastern Airlines.

Via: The Guardian

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