Auf dem Posten des Chairman musste Virgin Hyperloop One zuletzt einige Wechsel verkraften. Zunächst trat Mitgründer Shervin Pishevar zurück, weil ihm mehrere Frauen sexuelles Fehlverhalten vorwarfen. Übernommen wurde der Job schließlich von Richard Branson, der kurz zuvor massiv in die Firma investiert hatte. Aber auch er blieb nicht lange, sondern gab den Job – vermutlich nach einem Streit mit der Regierung in Saudi-Arabien – ebenfalls recht schnell wieder ab. Nun hat das Unternehmen einen Nachfolger präsentiert: Sultan Ahmed bin Sulayem. Die Personalie ist keine wirkliche Überraschung. Denn es handelt sich um den Vorstandsvorsitzenden der aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammenden Logistikfirma DP World. Diese betreibt unter anderem den Hafen in Dubai – und ist der größte Einzelinvestor von Virgin Hyperloop One.


Bild: Virgin Hyperloop One

Der neue CEO soll den Hyperloop zur Marktreife bringen

Während es auf dem Posten des Chairman also gleich zwei Wechsel innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne gab, sorgte Rob Lloyd als CEO für eine gewisse Kontinuität. Nach insgesamt drei Jahren verlässt der Manager nun aber das Unternehmen. Sein Nachfolger ist ein weltweit anerkannter Experte im öffentlichen Verkehrswesen. So war Jay Walder erst in London und später in New York für den Personennahverkehr verantwortlich. Zuletzt leitete er das private Unternehmen Motivate, das Fahrrad-Leihsysteme unter anderem in New York, Washington D.C. und San Francisco betrieb. Inzwischen wurde die Firma durch den Uber-Konkurrenten Lyft übernommen. Bei Virgin Hyperloop One hat Walder nun die Aufgabe ein komplett neues Transportmittel bereit für den kommerziellen Einsatz zu machen. Eine schwierige, aber durchaus spannende Aufgabe.

Die Strecke Mumbai-Pune wird aktuell vorangetrieben

Aktuell konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf ein Projekt in Indien. Dort soll die Finanzmetropole Mumbai mit der Millionenstadt Pune verbunden werden. Die Reisezeit könnte so von bisher vier Stunden auf nur noch 25 Minuten reduziert werden. Die indische Regierung hat das Vorhaben zuletzt zu einem öffentlichen Verkehrsprojekt ernannt und Virgin Hyperloop One und DP World als Partner verpflichtet. Sobald die notwendigen Genehmigungen erteilt sind, soll dann mit dem Bau einer ersten, rund 11 Kilometer langen, Teststrecke begonnen werden. Den aktuellen Planungen zufolge könnte der Baubeginn bereits im nächsten Jahr erfolgen. Bisher betreibt die Firma lediglich eine Teststrecke in den Vereinigten Staaten. Dort wurde mit 387 Kilometern pro Stunde auch der aktuelle Geschwindigkeitsrekord für einen Hyperloop aufgestellt.


Via: Techcrunch

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