Das chinesische Technologie-Unternehmen Visionox ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. In der Smartphone-Branche hat sich die Firma aber durchaus schon einen Namen gemacht. So produzierte die Firma unter anderem das Display für das Xiaomi Mi Mix Alpha. Die Besonderheit: Es handelte sich um ein sogenanntes „Surround-Display“. Der Bildschirm umfasste also fast die komplette Vorder- und Rückseite. Auf der „First World Conference on Display Industry“ in China präsentierte das Unternehmen nun eine weitere spektakuläre Entwicklung: Ein Display, das sich im 7-Millimeter-Radius einrollen lässt. Der Hersteller setzt dabei auf die sogenannte „In-Cell-Technologie“. Konkret bedeutet dies, dass sich die Sensoren für das Touch-Display direkt im Bildschirm befinden.


Bild: Claudio Alvarado Solari

Das Display wurde noch nicht in ein Smartphone integriert

Als weiteres Feature verweisen die Entwickler auf eine sogenannte „Selbst-Laminierung“. Dabei handelt es sich um eine Art Schutzfilm für das Display. Davon abgesehen ist über den neuen rollbaren Bildschirm noch nicht all zu viel bekannt. Zumindest scheint er aber noch ein gutes Stück von der Marktreife entfernt zu sein. Denn Visionox präsentierte auf der Messe zwar einen durchaus funktionierenden Prototypen. Das Display war aus technischen Gründen allerdings noch nicht in ein konkretes Produkt integriert. Auch andere Hersteller, etwa Samsung und LG, haben bereits Smartphones mit rollbaren Displays angekündigt. In diesen Fällen gibt es bisher aber auch noch kein fertiges Endgerät. Verantwortlich dafür dürften ebenfalls technische Gründe sein.

Auch ein Klapp-Smartphone wurde vorgestellt

Visionox präsentierte zudem noch ein zweites neues Produkt auf der Display-Messe: Ein Klapphandy mit faltbarem Display. Die Idee dahinter ist nicht ganz neu. Immerhin setzt auch das erst kürzlich präsentierte Motorola Razr genau auf diesen Aspekt. Der von der chinesischen Firma vorgestellte Prototyp bringt allerdings den Vorteil mit sich, dass sich das Gerät im ausgeklappten Zustand kaum von einem konventionellen Smartphone unterscheiden lässt. Visionox ist zudem bekannt dafür, viel Geld in Forschung und Entwicklung zu investieren. Gut möglich also, dass sich das Unternehmen in den nächsten Jahren mit weiteren Innovationen einen Namen macht – und dann auch in Deutschland an Bekanntheit gewinnt.


Via: GSM Arena

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1 Kommentar

  1. Björn

    27. November 2019 at 07:13

    hat LG in den OLED TV doch auch, fragt sich nur wer brauch so n scheiß.
    Entweder das Ding hält nur eine Stunde weil da kein Akku rein passt, oder es gibt keine Rechenleistung weil dafür kein Platz ist.

    Schön das es möglich ist, jetzt aber noch überflüssig.

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