Bisher kommen vor allem MRT-Scans zum Einsatz, wenn Ärzte schauen möchten, ob das Herz eines Patienten Schaden genommen hat – beispielsweise bei Tumoren oder Herzattacken. Die Prozedur ist aber vergleichsweise aufwendig. Denn die zu untersuchende Person muss dazu bis zu eine Stunde still liegen und von Zeit zu Zeit den Atem anhalten. Das Bild des Scans allerdings entspricht nicht immer dem dafür betriebenen Aufwand. Denn das Herz schlägt natürlich auch während der Aufnahmen weiter, so dass die MRT-Scans oft nur schwierig zu interpretieren sind. Das VisoWorks System der Firma GE Healthcare soll da nun Abhilfe schaffen.


Copyright: GE Healthcare
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VisoWorks erzeugt eine Visualisierung des schlagenden Herzens

Dazu sollen herkömmliche MRT-Scanner genutzt werden, um ein visualisiertes Bild des schlagenden Herzens zu produzieren. Dazu werden insgesamt sieben Dimensionen des Herzens vermessen und dann zu einem Bild zusammengefügt. Der Arzt erhält so am Ende kein statisches Bild, sondern die Visualisierung des dynamisch schlagenden Herzens. Auch das durch das Herz fließende Blut wird dabei dargestellt. Auf diese Weise lassen sich Fehlfunktionen und Schädigungen deutlich einfacher erkennen. Zudem können die Ärzte sich das dreidimensionale Herz aus verschiedenen Blickwinkeln anschauen und bei Bedarf auch näher heranzoomen. Farbliche Darstellungen erleichtern es zudem sich einen schnellen Überblick zu verschaffen und problematische Stellen zu erkennen.

3D-Darstellung ist nach einer Viertelstunde einsatzbereit

Ein weiterer Vorteil liegt in der Zeitersparnis beim Erstellen der Bilder. Das virtuelle Herz von VisoWorks kann nach Angaben des Herstellers bereits nach zehn bis fünfzehn Minuten zur Diagnose herangezogen werden. Bisher wurde das Verfahren allerdings erst auf dem Jahrestreffen der „Radiological Society of North America“ präsentiert. Kommerziell vertrieben wird es noch nicht. Grundsätzlich kann die Technik aber auch bei anderen Organen zum Einsatz kommen – beispielsweise bei Gehirnscans. Bei weniger dynamischen Objekten, etwa Kniegelenken, hingegen dürften Ärzte auch zukünftig auf die klassischen MRT-Scans setzen.


Via: Popsci

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