34 Milliarden Euro – so viel will der Autohersteller Volkswagen bis Ende 2022 in die Bereiche Elektromobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und Digitalisierung investieren. Wie der Konzern am vergangenen Freitag bekannt gab, soll der Großteil der Summe in die Elektrifizierung und Hybridisierung der eigenen Modellpalette fließen. Bis 2030 soll in sämtlichen Baureihen mindestens ein elektrifiziertes Modell angeboten werden.


Volkswagen will an die Spitze der Elektromobilität

Bis 2025 möchte Volkswagen die weltweite Nummer eins in der Elektromobilität werden. Das ist der ambitionierte Plan, den der Konzernchef Matthias Müller verfolgt. Dabei wolle man aktuelle Technologien und Fahrzeugmodelle allerdings nicht vernachlässigen, da diese auf absehbare Zeit die Haupteinnahmequelle für Volkswagen darstellen. „ Ich bin überzeugt: Diesen Spagat kann und wird der Volkswagen Konzern mit seinen Marken und seinem Synergiepotenzial meistern – wie kein anderes Unternehmen unserer Industrie„, so Müller.


Trotz der recht hohen Investitionssumme will Volkswagen die Sachinvestitions- sowie die Forschungs- und die Entwicklungskostenquote in der Automobilindustrie weiter senken. Bis 2020 sollen beide Faktoren um jeweils 6 Prozent sinken. Im Rahmen der neuen Planung will Volkswagen auch die Werkbelegung optimieren. So wird der Standort Zwickau beispielsweise zum reinen E-Mobilitäts-Werk umgestaltet.

Stellenabbau im Rahmen eines Sparprogramms

Neben den Investitionen in Elektromobilität äußerte sich Volkswagen auch zum Sparprogramm bei der Kernmarke VW PKW, das auch als „Zukunftspakt“ bekannt ist. Nach Ablauf der ersten 12 Monate zog der Vorstand ein positives Zwischenfazit: Man habe bereits 1,9 Milliarden Effizienzen realisiert, was 96 Prozent des für 2019 gesetzten Ziels sind.

Im Rahmen des Sparprogramms reduziert Volkswagen auch Stellen. Das Unternehmen betont, dass dies aber vor allem in nicht zukunftsträchtigen Aufgaben und im Bereich Leiharbeit geschehe. Gleichzeitig gäbe es beginnende Qualifizierungen und man wolle vermehrt Arbeitsplätze in Zukunftsfeldern schaffen. Unterm Strich steht aus Sicht der Arbeitnehmer dennoch ein Minus: Volkswagen will im Rahmen des Sparprogramms bis zu 23.000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen, während 9000 neue Stellen geschaffen werden.

Mit dem Zukunftspakt für VW PKW soll die Kernmarke ab 2020 jährlich 3,7 Milliarden Euro sparen. VW-Markenvorstand Herbert Diess sprach von einem anspruchsvollen Weg. „ Höhere Produktivität, verbesserte Arbeitsabläufe und schlanke, leistungsfähige Strukturen in allen Unternehmensbereichen sind unverzichtbar, um Volkswagen dauerhaft zukunftsfest aufzustellen„, sagte Diess.

via Volkswagen

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