Der Großteil der CO2-Emissionen im Transportsektor wird im Fernverkehr verursacht. Politiker fordern daher seit langem, mehr Gütertransporte auf die Schiene zu verlegen. Aber auch die Lastwagenbranche arbeitet an Neuerungen, die die Klimabelastung reduzieren sollen. So sind die besonders großen Gigaliner inzwischen in den Regelbetrieb gewechselt. Die Logik dahinter: Je mehr Waren mit einem Lastwagen transportiert werden können, desto weniger Emissionen werden verursacht. Volvo hingegen setzt auf Verbesserungen an normal großen Lastwagen. So entwickelte das Unternehmen einen LKW, bei dem vor allem auf Aluminium gesetzt wurde – was zu einer erheblichen Gewichtsreduktion führte. Außerdem wurden zahlreiche smarte Verbesserungen im Bereich der Aerodynamik und des Abrollwiderstands vorgenommen.


Erstmals kommt ein Hybridantrieb bei Fernverkehrslastwagen zum Einsatz

So sind die hinteren Räder jetzt beispielsweise von einem Aluminiumkasten umgeben, was für weniger Luftverwirbelungen sorgt. Solche Maßnahmen haben den Vorteil, dass sie relativ leicht in den Produktionsprozess von Lastwagen implementiert werden können. Ein Teil der aerodynamischen Verbesserungen, die am Concept Truck erprobt wurden, kommen daher inzwischen tatsächlich bei neuen Volvo-Lastwagen zum Einsatz. Die interessanteste Neuerung des Konzeptlastwagens liegt aber in der Antriebstechnik. Dort wurde erstmals bei einem LKW für den Fernverkehr ein Hybridantrieb installiert. Dieser gewinnt auf abschüssigen Strecken und beim Bremsen Energie, die in der Fahrzeugbatterie gespeichert wird. Auf geraden Strecken kann diese dann genutzt werden, um einen Elektromotor anzutreiben und so weniger Kraftstoff zu verbrauchen.


Das Fahrerassistenzsystem sorgt für einen optimalen Einsatz des Elektromotors

Dazu wurde eigens das Fahrerassistenzsystems I-See überarbeitet. Die smarte Technologie ist nun in der Lage, die zukünftige Streckentopographie und die zu erwartende Geschwindigkeit zu analysieren und auf diese Weise zu erkennen, wo der Einsatz des Elektromotors am effizientesten ist. So ist sichergestellt, dass die durch den Hybridantrieb zur Verfügung stehende Energie bestmöglich genutzt wird. Theoretisch kann die vollgeladene Batterie aber auch genutzt werden, um zehn Kilometer am Stück komplett emissionsfrei zu fahren. Die Verbesserungen am Fahrzeugdesign und der Hybridantrieb sorgen gemeinsam dafür, dass der Volvo Concept Truck insgesamt dreißig Prozent weniger Treibstoff benötigt als das vergleichbare Serienmodell. Dementsprechend sinken dann auch die CO2-Emissionen.

Via: Volvo Group

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