Um ihre Gesundheit nicht länger zu gefährden, wollen viele Raucher vom Glimmstängel loskommen. Doch die wenigsten schaffen es, ihre guten Vorsätze langfristig umzusetzen. Besonders schwer fällt der Ausstieg aus der Nikotinsucht Rauchern, die ihre Zigaretten selbst drehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie britischer Wissenschaftler. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht davon aus, dass der Umstieg auf die E-Zigarette vielen Entwöhnungswilligen gesundheitliche Vorteile bringen würde. Vom Zigaretten drehen zum Liquid selbst mischen – möglicherweise könnte dieser Weg auch Selbstdrehern beim erfolgreichen Rauchstopp helfen.


Selbstdreher sind stärker abhängig als Konsumenten von Fertigzigaretten

So lässt sich ein wichtiges Ergebnis der Studie britischer Wissenschaftler zusammenfassen. Von den 38.000 Rauchern, die im Rahmen der Studie befragt wurden, gaben 37 % an, dass sie ihre Zigaretten selbst drehen. Viele entscheiden sich aus Kostengründen für das DIY Verfahren. Möglicherweise trägt die geringere finanzielle Belastung bei dieser Art des Rauchens aber auch dazu bei, dass die Motivation sich das Rauchen abzugewöhnen, bei den Selbstdrehern niedriger ausgeprägt ist als bei Rauchern von Fertigzigaretten. 36 % der Raucher von Fertigzigaretten wollen aufhören zu rauchen, 20 % der Raucher, die ihre Zigaretten in der Schachtel kaufen, sind hoch motiviert für den Rauchstopp. Anders sieht es bei Selbstdrehern aus: In dieser Gruppe sind 33 % entwöhnungswillig. Als hochmotiviert für den Rauchstopp schätzten sich lediglich 16 % der Selbstdreher ein.


Selbstdreher oder Konsument von Fertigzigaretten – der Ausstieg aus der Nikotinsucht fällt schwer

Zusätzlich untersuchten die Wissenschaftler, wie erfolgreich die Vertreter der beiden Gruppen beim Rauchstopp sind. In diesem Punkt konnten die Forscher keinen signifikanten Unterschied erkennen. 13.000 der insgesamt 38.000 Studienteilnehmer gaben an, dass sie im Jahr vor der Befragung versucht hatten, sich das Rauchen abzugewöhnen. Lediglich 2.000 befragte Raucher waren erfolgreich. Geschafft haben es 14 % der entwöhnungswilligen Selbstdreher und 15 % der anderen Gruppe.

Haltung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Umstieg auf die E-Zigarette

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet allen Rauchern, die sich aus der Nikotinsucht befreien wollen, vielfältige Unterstützung an. Als eine Option, die Erfolgsquote beim Rauchstopp zu erhöhen, sehen die Fachleute der BZgA den Umstieg vom Tabakrauchen auf die E-Zigarette an. Sie weisen zwar darauf hin, dass es zu den Langzeitfolgen des Dampfens noch keine Erfahrungen gibt, gehen aber dennoch davon aus, dass Umsteiger aus gesundheitlicher Sicht profitieren würden. Dringend abgeraten wird jedoch vom ‚dual use‘. Es gilt als sicher, dass derjenige, der sowohl Tabakprodukte raucht als auch dampft, in Summe mehr Giftstoffe aufnimmt. Am besten ist es in jedem Falle, gar nicht erst mit dem Rauchen oder Dampfen zu beginnen.

Liquid selbst mischen – das Selbstdrehen des Dampfens

Selbstdreher von Zigaretten haben verschiedene Gründe, warum sie sich für das DIY Verfahren entscheiden. Wer seine Zigaretten selbst dreht, raucht wesentlich kostengünstiger. Doch das ist es nicht allein. Papier glattstreichen, die gewünschte Tabakmenge sorgsam verteilen und mit zartem Druck rollen – das ist ein Ritual, das viele Selbstdreher lieben, bevor sie ihre selbstgedrehte Zigarette genießen.

Vergleichbare Motive haben Dampfer, die ihr Liquid selbst mischen. Sie senken die Kosten für ihren Genuss und es macht ihnen Spaß, selbst tätig zu werden. Doch speziell bei der E-Zigarette gibt es noch einen weiteren, wichtigen Grund, warum sich Konsumenten für das Liquid selbst Mischen entscheiden. Auf diese Weise haben Nutzer von E-Zigaretten die Möglichkeit, sich einen Dampf nach persönlicher Vorliebe herzustellen. Mit einem Aroma, das es als Fertigmischung nicht zu kaufen gibt, mit individuell angepasstem Nikotingehalt, mit der gewünschten Konsistenz des Dampfes und weiteren denkbaren Variationen. Der eigenen Experimentierlust sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Für entwöhnungswillige Raucher, die ihre ihre Tabakzigaretten bisher selbst gedreht haben und nun über den Umstieg auf die E-Zigarette nachdenken, dürfte das Selbstmischen eine interessante Option sein.

Was bedeutet es, Liquid selbst zu mischen?

Das Liquid, das in einer Zigarette verdampft wird, besteht in der Regel aus der sogenannten Basis und Aromen. Zusätzlich kann Nikotin zugesetzt werden. In E-Liquids, die im Handel fertig gemischt verkauft werden, sind diese Inhaltsstoffe in bestimmten Anteilen enthalten. Alternativ gibt es die Möglichkeit, die einzelnen Komponenten separat zu erwerben und nach persönlicher Vorliebe zusammen zu mischen.

Basis des selbst gemischten Liquids

Die Basis des Liquids besteht aus Propylenglykol und pflanzlichem Glyzerin (meist im Verhältnis 1 : 1). In einigen Basen ist noch destilliertes Wasser vorzufinden, damit wird die Viskosität des Liquids beeinflusst. Mit Nikotinshots wird der gewünschte Nikotingehalt im Dampf erzielt.

Vielfalt der Aromen

Wenn es um den Geschmack geht, sind dem Selbstmischer kaum Grenzen gesetzt. Der Handel bietet eine riesige Auswahl an Aromen an, die zum großen Teil auch in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen. Eine gewisse Vorsicht ist angeraten, denn diese Aromen sind sehr intensiv. Es ist darum empfehlenswert, mit kleineren Mengen zu starten und sich Schritt für Schritt an die optimale Zusammensetzung anzunähern.

Auf das richtige Mischungsverhältnis kommt es an

Üblicherweise werden beim Aromatisieren des Liquids Konzentrationen von 3 – 15 % empfohlen. Die genaue Dosierung ist aber abhängig vom jeweiligen Aroma. Um diese Werte zu erreichen, werden die einzelnen Bestandteile mit Hilfe von Spritzen, Pipetten oder Präzisionswaagen in der gewünschten Menge entnommen und in einem Fläschchen gründlich miteinander gemischt. Tabellen, die im Internet zu finden sind, helfen beim Berechnen der gewünschten Zusammensetzung des selbst gemischten Liquids.

Selbst mischen liegt im Trend

E-Liquid selbst zu mischen, liegt im Trend – das lässt sich beim Stöbern in Internetforen schnell erkennen. Die Zahl der Dampfer, die sich für das DIY Verfahren entscheiden, wächst kontinuierlich. Kostengünstig und perfekt an die individuellen Vorlieben angepasst, dass ist es, was experimentierfreudige Dampfer am Selbstmischen lieben.

Fazit

Um sich das Rauchen endgültig abzugewöhnen, können E-Zigaretten durchaus ein Übergangsmittel sein. Allerdings zeigen einige Studien, dass die E-Zigarette nicht wesentlich mehr bringt als ein Nikotinpflaster. In San Francisco wurden die elektronischen Zigaretten bereits in den Schulen verboten. Indien setzt mit einem Komplettverbot ein neues Zeichen. In Zukunft werden sich wohl noch weitere Städte und auch ganze Länder anschließen.

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