Der Elektroauto-Hersteller Tesla stellte am Dienstag überraschend eine Batterieupgrade für das Model S und das Model X vor. Beide Modelle sind nun mit 100 kWh-Akkus erhältlich. Damit steigt nicht nur die Leistung, sondern auch die Reichweite erstmals auf 600 km.


Tesla produziert das „schnellste Serienauto der Welt“

Am gestrigen Dienstag kündigte Elon Musk überraschend eine Tesla-Produktankündigung an, die noch am selben Abend stattfand. Musk stellte die P100D-Varianten der beiden Elektroautos von Tesla vor. Bisher waren die Modelle mit 60, 75 und 90 kWh erhältlich. Nun kommt eine Variante mit 100 kWh hinzu.


Das Model S P100D kann, sofern der Kunde in die sogenannte „Ludicrous“-Option investiert hat, innerhalb von 2,5 Sekunden von 0 auf 60 Meilen (96 km/h) beschleunigen. Tesla spricht offiziell von „schnellsten Serienwagen der Welt“, was nicht ganz korrekt ist. Vielmehr handelt es sich um den Serienwagen mit der größten Beschleunigung. Laut Musk handelt es sich um einen „profunden Meilenstein“ und ein Zeichen, dass „elektrischen Autos die Zukunft gehört“.

Noch bedeutender als die Leistungssteigerung könnte für die Kunden die Tatsache sein, dass das Model S mit der neuen Batterie nun auf eine theoretische Reichweite von 613 km kommt. Laut Tesla gibt es aktuell kein anderes Elektroauto, das diese Reichweite erreicht.

Leistung hat bei Tesla ihren Preis

Das Model X P100D schafft es immerhin noch in 2,9 Sekunden von 0 auf 96 km/h und erreicht eine Reichweite von 542 km. Die Leistungssteigerungen sind allerdings auch nicht gerade preiswert. Der Aufpreis für die P100D-Varianten ist happig. Das Model S P100D kann ab 134.500 Dollar erworben werden, was gegenüber dem Vorgänger P90D 9500 US-Dollar beträgt. Das Model X P100D ist ab 135.500 Dollar zu haben. Tesla hofft, mit dem hohen Preis die Entwicklung des Tesla Model 3 vorantreiben zu können. Kunden, die bereits einen Tesla besitzen, können das neue Akkupack für etwa 20.000 US-Dollar nachrüsten lassen.

Unter den Beobachtern gibt es aber durchaus kritische Stimmen. So äußerte Michael Harley vom Branchendienst Kelley Blue Book sich wie folgt zu den neuen Modellen: „Wahre Sportautos können nicht nur beschleunigen, sondern zeigen auch entsprechendes Fahrverhalten und Bremssysteme – sowohl der Limousine als auch dem Geländewagen fehlen beides.“

Via Electrek.co

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