Von Mumbai nach Pune: Richard Branson bringt Indien den Superzug!

Richard Branson ist vor einiger Zeit groß bei Hyperloop One eingestiegen. Neben einigen Millionen brachte er dabei auch seinen guten Namen mit: Das Unternehmen heißt inzwischen Virgin Hyperloop One. Nun konnte der erste große Deal unter der neuen Führung bekannt gegeben werden. Gemeinsam mit der Regierung des indischen Bundesstaats Maharashtra wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Bau einer Hyperloop-Strecke zwischen den Metropolen Mumbai und Pune vorsieht. Die Reisezeit könnte sich dadurch von aktuell drei Stunden auf nur noch rund 25 Minuten verringern. Eine Machbarkeitsstudie kam zu dem Ergebnis, dass sich im Laufe von 30 Jahren dadurch ein sozio-ökonomischer Vorteil in Höhe von 55 Milliarden Euro generieren ließe – hauptsächlich durch die stark verkürzte Reisezeit für die Passagiere.

Der Flughafen von Mumbai liegt gewissermaßen auf der Strecke. Bild: Virgin Hyperloop One

Die Politik hofft auf tausende neue Arbeitsplätze

Die Hoffnung der beteiligten Partner besteht zudem darin, dass die Zahl der Autofahrten zwischen den beiden Städten reduziert werden kann. Aktuell sind auf dieser Route täglich etwa 130.000 Fahrzeuge unterwegs. Berechnungen haben ergeben, dass sich durch die neue Hyperloop-Verbindung bis zu 150.000 Tonnen CO2 im Jahr einsparen lassen könnten. Der Chief Minister von Maharashtra, Devendra Fadnavis, hofft zudem auf einen weiteren Effekt: Er sprach davon, dass durch die neue Schnellverbindung tausende Jobs geschaffen werden könnten. Dabei hat er neben der Baubranche vor allem den Service-Sektor und Arbeitsplätze in der Produktion im Blick. Branson selbst fand große Worte für das Projekt: „Ich glaube, Virgin Hyperloop One könnte auf Indien im 21. Jahrhundert den selben Einfluss haben wie die Eisenbahn im 20. Jahrhundert.“

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Zuletzt aktualisiert am 18.08.2018

Zunächst soll eine Teststrecke zu Demonstrationszwecken errichtet werden

Tatsächlich existiert in Indien ein vergleichsweise gut ausgebautes Eisenbahn-Netz. Da die Infrastruktur aber zumeist noch aus Kolonialzeiten stammt, dauert die Reise mit dem Zug extrem lange. Der Hyperloop will nun eine Möglichkeit bieten, schnell ans Ziel zu kommen, ohne das Flugzeug nehmen zu müssen. Zunächst soll nun eine tiefergehende Studie alle wirtschaftlichen und sozialen Aspekte des Baus noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Anschließend ist geplant, ein Unternehmen in öffentlich-privater Partnerschaft zu gründen, das eine Demonstrationsstrecke errichten soll. Erweist sich die Technologie dort als einsatzfähig, wird dann mit dem Bau der Verbindung zwischen Pune und Mumbai begonnen werden. Neben den beiden Innenstädten soll auch der Mumbaier Flughafen an das Hyperloop-Netz angeschlossen werden.

Via: Inhabitat