Von Peking nach New York in 2 Stunden: So könnte Chinas Überschallflugzeug aussehen!

Der letzte Flug der Concorde ist nun schon deutlich mehr als ein Jahrzehnt her. Seitdem sind im zivilen Sektor keine Überschallflugzeuge mehr im Einsatz. Eine ganze Reihe an Firmen möchte dies zukünftig aber wieder ändern. Etwa das kleine Startup Boom Technology, der mächtige Flugzeugbauer Boeing und sogar die US-Weltraumbehörde NASA. Wie inzwischen bei beinahe allen innovativen Technologien forschen aber auch chinesische Firmen und Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet. Die „Chinesische Akademie der Wissenschaften“ hat nun ein interessantes Konzept präsentiert: Der I-Plane ist eine moderne Version des Doppelderckerflugzeugs und konnte im Windkanal bereits einige erstaunliche Vorteile unter Beweis stellen. Noch handelt es sich zwar um eine reine Konzeptstudie, die Ergebnisse der Tests waren allerdings so vielversprechend, dass zeitnah auch eine Entwicklung in Richtung Marktreife zu erwarten ist.

Bild: Chinese Academy of Sciences

Die Ingenieure waren von den Tests im Windkanal positiv überrascht

Das Konzept sieht einen Rumpf in Raketenform mit nach vorne geschwungenen Flügeln vor. Darauf wiederum befindet sich dann ein nach hinten geschwungener Deltaflügel. Diese Bauweise soll zwei Vorteile mit sich bringen: Zum einen soll so der Auftrieb stärker ausfallen als bei den extrem schmalen Überschallfliegern wie der Concorde. Außerdem fällt der Überschallknall durch die neuartige Konstruktion deutlich leiser aus. Dies ist ein durchaus bedeutender Punkt. Denn die Concorde durfte aufgrund der Lautstärke viele Länder nicht überfliegen – was die wirtschaftliche Nutzung deutlich erschwerte. Getestet wurde der neue I-Plane bisher allerdings nur in verkleinerter Form im Windkanal. Dort übertraf er aber sogar die Erwartungen der beteiligten Ingenieure und lag bis zu einer Geschwindigkeit von Mach 7 – also mehr als 8.600 Stundenkilometern – stabil in der Luft.

Auch das chinesische Militär dürfte an der Technik interessiert sein

Die Tragfähigkeit soll bei ungefähr einem Viertel eines klassischen Fliegers liegen. In konkreten Zahlen bedeutet dies: Ein I-Plane in der Größe einer Boeing 737 könnte statt zweihundert Passagieren lediglich rund fünfzig Fluggäste transportieren. Damit ist auch klar: Der Flug mit dem Überschallflugzeug geht zwar extrem schnell – dürfte aber auch deutlich teurer werden als normale Flüge. Experten verweisen zudem darauf, dass das innovative Design keineswegs nur für zivile Flugzeuge genutzt werden kann. Vielmehr liegt nahe, dass auch das chinesische Militär Interesse an der Technologie zeigen wird. Ein Bomber mit Überschallgeschwindigkeit könnte dann innerhalb kürzester Zeit auch weit entfernt liegende Ziele erreichen. Ohnehin denken die chinesischen Ingenieure schon deutlich weiter: In einem neuen Windkanal sollen zukünftig Geschwindigkeiten von bis zu Mach 35 simuliert werden können.

Via: South China Morning Post