Wespen ähneln in vielen Bereichen kleinen Drohnen: Sie machen surrende Geräusche, sind in der Luft extrem wendig und sorgen mit ihren Flügeln für Vortrieb. Eine Besonderheit hat nun zudem Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten und der Schweiz inspiriert: Die kleinen Insekten sind in der Lage, Nahrungsbrocken zu transportieren, die eigentlich deutlich zu schwer für sie sind. Dazu krallt sich die Wespe im Boden fest, saugt sich an das zu bewegende Objekt und zieht dieses schließlich in die gewünschte Richtung. Die nun neu entwickelten Mini-Drohnen namens FlyCroTugs haben diese Technik weiter entwickelt. Sie können mit einer Art Lasso Gegenstände umwickeln und sich anschließend an der Decke festsaugen oder festkrallen. Durch diese zusätzliche Verbindung sind sie dann in der Lage, das 40-fache ihres Eigengewichts zu bewegen.


Die Drohnen sind nicht größer als zwei Golfbälle

In einem ersten Video konnten die kleinen Mini-Drohnen erstaunliche Dinge vollbringen. So haben sie eine Wasserflasche bis zu einer Kante gezogen und diese dann in der Luft gehalten. Zwei der FlyCroTugs konnten zudem sogar eine Tür öffnen. Eine Drohne zog dabei die Klinke nach unten, während die andere die Tür in die gewünschte Richtung bewegte. Diese Fähigkeit ist für die Entwickler von besonderem Interesse. Denn die Drohnen wurden entwickelt, um später einmal bei Katastrophenfällen wichtige Hilfe zu leisten. So können die nur rund 100 Gramm schweren Flieger, die in etwa so groß sind wie zwei Golfbälle, beispielsweise auch durch schmale Öffnungen in eingestürzte Gebäude vordringen. Dort können sie dann Bilder machen, für Verpflegung sorgen oder kleinere Gegenstände aus dem Weg räumen.


Auch anderswo wird an Robotern für Katastrophenfälle gearbeitet

Bisher handelt es sich bei den gezeigten FlyCroTugs allerdings noch um Prototypen, die lediglich die Funktionsfähigkeit des Ansatzes unter Beweis stellen sollen. Nun soll die Technik so weiter entwickelt werden, dass daraus ein marktreifes Produkt wird. Auch anderswo wird derweil an Möglichkeiten gearbeitet, Roboter in Katastrophenfällen zur Unterstützung der menschlichen Retter einzusetzen. In Deutschland widmet sich beispielsweise ein neu eingerichtetes Kompetenzzentrum dieser Thematik. Japanische Wissenschaftler wiederum haben einen Roboter entwickelt, der sogar Leitern hinaufklettern kann. Die FlyCroTugs haben allerdings zwei Vorteile: Sie sind vergleichsweise günstig und können Hindernisse einfach überfliegen. Im Idealfall wird es später aber ohnehin zum Zusammenspiel verschiedener Roboter und Drohnen mit unterschiedlichen Stärken kommen.

Via: Techcrunch

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