Die Firma La Bella Verde vermietet auf Ibiza bereits seit einigen Jahren Katamarane an Touristen. Diese können damit dann auf das Mittelmeer hinausfahren und dort die Sonne und die Wellen genießen. Von Beginn an besaß die Firma zudem eine Besonderheit: Sie setzt auf Nachhaltigkeit und vermietet Katamarane, die durch Solarmodule mit Strom versorgt werden. Parallel dazu betreibt das Unternehmen auch eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die Gewässer des Mittelmeeres vor der Verschmutzung zu bewahren. Nun hat die Firma einen neuen Katamaran präsentiert, der diese beiden Aspekte miteinander verbindet: Er setzt nicht nur auf Solarenergie, sondern sammelt während der Fahrt auch noch herum schwimmenden Plastikmüll ein.


Fische und andere Meerestiere gelangen wieder in Freiheit

Zwar ist das Mittelmeer nur durch die Straße von Gibraltar mit den restlichen Weltmeeren verbunden, weshalb sich hier noch vergleichsweise wenig Plastik im Wasser befindet. Dennoch handelt es sich um ein größer werdendes Problem, durch das das vorhandene Ökosystem empfindlich gestört werden könnte. Der nun vorgestellte Katamaran besitzt daher eine spezielle Konstruktion, mit deren Hilfe gewissermaßen ein feines Netz zwischen die beiden Rümpfe des Bootes gespannt werden kann. Das Wasser fließt dann einfach hindurch, während größere Gegenstände aufgefangen werden. Die Macher versprechen, dass versehentlich eingefangene Fische und Meerestiere einfach wieder in die Freiheit entlassen werden können, ohne dass ihnen größerer Schaden zugefügt wird. Der eingesammelte Müll hingegen wird dann an Land fachgerecht entsorgt.


Die Müllsammlung geschieht während des laufenden Betriebs

Insgesamt kann auf diese Weise täglich eine Wassermenge gereinigt werden, die in etwa 30 olympischen Schwimmbecken entspricht. Umgerechnet auf das gesamte Mittelmeer handelt es sich also um eine vergleichsweise kleine Menge. Der Ansatz hat allerdings einen großen Vorteil: Da der Katamaran ohnehin täglich auf dem Meer unterwegs ist, geschieht die Reinigung quasi nebenher, ohne dass jemand dafür bezahlt werden muss, mit dem Schiff über das Mittelmeer zu fahren. Sollte es gelingen, alle Touristenboote auf den Balearen mit einer solchen Technik auszustatten, könnte dies durchaus signifikante Auswirkungen haben. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Solange kann die Firma La Bella Verde zumindest ihrem Motto treu bleiben: „Wir sind hier, um eine gute Zeit zu haben – und Mutter Natur sollte nicht darunter leiden“.

Via: Inhabitat

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