US-Präsident Barack Obama nutzt die letzten Tage seiner Amtszeit noch einmal für eine Vielzahl an überraschenden Entscheidungen. Die meisten Schlagzeilen machte dabei die Begnadigung der Whistleblowerin Chelsea Manning, die bereits im Mai freikommen soll. Aber auch in der Klimapolitik setzte Obama noch einmal ein eindeutiges Zeichen: Er wies die Überweisung von 500 Millionen Dollar an den Green Climate Fund der Vereinten Nationen an. Dort werden Gelder von Staaten und privaten Institutionen gesammelt, die ab 2020 den Schwellen- und Entwicklungsländern helfen sollen, die Vorgaben des Weltklimavertrags von Paris zu erfüllen. Als Zielvorgabe für den Fonds wurde ursprünglich eine Summe von rund 100 Milliarden Dollar vereinbart.


Obama - Eher zurückhaltend wenn es um Krieg geht

Einmal gezahlte Gelder können nicht zurückverlangt werden

Inzwischen ist aber fraglich, ob dieser Wert erreicht werden kann. Denn Obamas Nachfolger Donald Trump gilt als Klimaskeptiker und hat bereits angekündigt, sämtliche Zahlungen an die Vereinten Nationen in diesem Zusammenhang zu stoppen. Auch deshalb dürfte Obama die jetzt getätigte Überweisung noch schnell abgeschlossen haben. Denn bereits in den Fond eingezahlte Gelder können nicht wieder zurückverlangt werden. Insgesamt haben die Vereinigten Staaten damit nun rund eine Milliarde Dollar in den Fonds eingezahlt. Ob die ursprünglich zugesagte Summe von drei Milliarden Dollar bis zum Jahr 2020 allerdings noch zusammenkommt, darf nach der Amtsübernahme von Donald Trump bezweifelt werden. Nicht auszuschließen, dass andere Industrienationen diese Last übernehmen werden müssen.


Obama setzt Zeichen in der Klimapolitik

Die deutsche Bundesregierung hat bisher eine Summe von 500 Millionen Euro zugesagt. Insgesamt ist der Klimafonds der Vereinten Nationen bisher zu rund einem Drittel gefüllt. Die restlichen Gelder sollen dann innerhalb der nächsten drei Jahre eingezahlt werden. Genutzt wird die Finanzkraft anschließend, um ärmeren Ländern bei der Reduzierung der Treibhausgase zu helfen und diese auf die Folgen des Klimawandels – beispielsweise steigende Meeresspiegel und vermehrte Naturkatastrophen – vorzubereiten. Obama nutzt die letzten Wochen seiner Amtszeit ohnehin, um in der Umwelt- und Klimapolitik noch einige Zeichen zu setzen. So setzte er beispielsweise auch ein Ölbohrverbot im Atlantik und in der Arktis durch.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.