Auf der Medica in Düsseldorf stellte das Unternehmen GE Healthcare sein Ultraschallsystem Vscan im Taschenformat vor. Dieses Ultraschallsystem ist so klein und handlich, das es besonders in der Notfallmedizin Verwendung finden kann. Gerade am Unfallort kann ein solches Diagnosesystem lebensrettend eingesetzt werden. Mit nur einer Hand kann das Gerät bedient werden, während mit der anderen Hand die Ultraschallsonde an den Körper eines Verletzten geführt werden kann. Beispielsweise bei Verletzungen, die im Körperinneren liegen oder bei Blutungen in den Körper hinein kann ein solches Gerät dank der rechtzeitigen Erkennung dieser Umstände Leben retten. Das Ultraschall Diagnostik System ist bereits einige Zeit auf dem Markt und wird in vielen Bereichen eingesetzt. Die für ein bildgebendes System extrem kleinen Abmessungen lassen das VScan Ultraschallsystem auch in der stationären Behandlung und OP-Nachsorge zum Einsatz kommen. Schon vor einiger Zeit berichteten wir über ein mobiles Atemmessgerät, das die Lungenkrebserkrankung noch früher erkennbar macht. Dieses zeigt, dass mobile Systeme in der Medizin immer weiter im Trend stehen.

Im Video finden sich einige Informationen zum Vscan von GE Healthcare:


Schnelle und effektive Diagnosen da am Ort des Geschehens einsetzbar

Ähnlich wie bei den bisherigen „großen“ Ultraschallsystemen, stehen beim Vscan von GE Healthcare, zwei Bildgebungsmodi zur Verfügung. Das ist zum einen das sogenannte B-Mode Verfahren und zum anderen der farbcodierte Doppler Modus. Da das Gerät immer direkt am Ort des Geschehens eingesetzt werden kann, verkürzt es die Zeit, bis eine Diagnostik durch einen Ultraschall durchgeführt werden kann. Der Transport eines Verletzten zur nächsten Ultraschall-Untersuchungsmöglichkeit entfällt. Diese Zeitersparnis kann unter Umständen für einen verunfallten Menschen lebensrettend sein. Immer weitere Innovationen im Bereich der Medizin, wie auch der Mikrochip in der Pille, der Daten aus dem menschlichen Körper übertragen kann oder neue Generationen von RFID-Chips, die auch im Gesundheitswesen eingesetzt werden können, bieten die Möglichkeit, Krankheiten oder Verletzungen schneller zu erkennen und zu behandeln.

Quelle und Bild: GE Healthcare

2 Kommentare

  1. lupo

    19. November 2010 at 17:20

    Man sollte anmerken, dass es schon länger (etwas größere) Ultraschallgeräte für die Notfallmedizin gibt. Allerdings ist ein Ultraschall eine rein diagnostische Maßnahme, die genauso in der Klinik durchgeführt werden kann und sowieso nochmal durchgeführt werden würde, auch wenn vorklinisch schon mal geschallt wird. Der Nutzen ist damit nicht so sonderlich hoch. Bei dem in unserer Nähe stationierten Rettungshubschrauber wird ein vergleichbares Gerät mitgeführt, allerdings ist die Meinung unter unseren Notärzten relativ einhellig, dass sich praktisch keine Konsequenzen aus einem positiven Krankheitsbefund ergeben: Der Patient muss so oder so in die Klinik und erst dort ist eine vollständige Diagnostik überhaupt zielführend.

  2. RTH

    14. Dezember 2010 at 14:17

    Ich zitiere „dass sich praktisch keine Konsequenzen aus einem positiven Krankheitsbefund ergebe“ – Sie sollten einen Umzug in Erwägung ziehen!

    Ein Notarzt, der am Einsatzort ein Ultraschall durchführt und daraufhin KEINE Konsequenzen und Strategien für den einzuleitenden Behandlungspfad entwickelt, hat definiv seinen Beruf verfehlt.
    Beispiel: Aorten-Aneurysma, stumpfes Bauchtrauma, Nierenkolik….solche Patienten bedürfen einer speziellen Versorgung. Die Frage ist also nach dem Ultraschall: WOHIN mit dem Patienten! Kardiologie, Urologie usw. – Vorteil für alle Beteiligten: Schnellere, qualifizierte Versorgung; keine Verlegungs-Kosten usw.

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