In den VW-Produktionsstätten in Leipzig und Zwickau ist das Lager räumlich etwas entfernt von der eigentlichen Fabrik. Transportiert werden die benötigten Teile jeweils mit Lastwagen, die im Pendelverkehr zwischen den beiden Standorten hin und her fahren. Obwohl die Distanz vergleichsweise kurz ist, kommen auf diese Weise im Jahr tausende Kilometer an Strecke zusammen – was für nicht unerhebliche Klimaemissionen sorgt. Die Volkswagen-Manager wollen daher ab der nächsten Woche eigens umgebaute Elektrolastwagen nutzen. Dies berichtet das IT-Magazin Golem.de. Dass die Elektro-Trucks nicht bereits schon früher zum Einsatz kommen, hat einen simplen Grund: Sie werden aktuell noch auf der Hannover Messe präsentiert. Dort sollen sich bereits auch andere Firmen interessiert gezeigt haben.


Das Volkswagenwerk in Zwickau. Foto: André Karwath [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

Zwei konventionelle Lastwagen wurden eigens umgerüstet

Interessanterweise hat Volkswagen selbst nämlich gar keine Elektrolastwagen im Angebot. Konkurrent Daimler hat hingegen bereits angekündigt, noch in diesem Jahr die ersten LKW mit Elektroantrieb auf die Straße bringen zu wollen. Bei VW hingegen hat man einen anderen Weg beschritten. Dort wurden konventionelle Lastwagen durch die „Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr“ umgerüstet. Wo früher die Tanks der Fahrzeuge zu finden waren, befinden sich nun die Batterien. Diese sollen leistungsstark genug sein, um eine Höchstgeschwindigkeit von 85 Stundenkilometern zu erreichen und eine Reichweite von etwa 70 Kilometern zu garantieren. Die Fahrten selbst sind dann komplett emissionsfrei.

Die Lastwagen sollen Kreisverkehre autonom durchfahren können

Aufgeladen werden die Batterien immer, wenn der Lastwagen auf einer der Rampen fährt, um be- oder entladen zu werden. Dazu wurden Schnellladesäulen installiert, die in den wenigen Minuten möglichst viel Energie übertragen sollen. Eine weitere zukunftsweisende Ideen wurden allerdings noch nicht umgesetzt: So wäre eine Ladung der Batterie per Induktion denkbar gewesen. Letztlich entschied man sich aber für die klassische Variante mit Kabel. Dafür werden an den Elektro-LKWs Systeme für selbstfahrende Fahrzeuge getestet. In Leipzig etwa soll der Lastwagen in der Lage sein, eigenständig einen Kreisverkehr zu durchfahren. Auch die Rangierarbeit vor den Laderampen soll im Normalfall die Technik übernehmen.


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