Zahlreiche Studien haben bereits versucht, vorherzusagen, welche Jobs durch die Digitalisierung in Zukunft besonders gefährdet sein könnten. Genannt wird in diesem Zusammenhang oftmals die Verkäuferin an der Kasse im Supermarkt. Denn Amazon beispielsweise experimentiert bereits mit Läden ganz ohne Kasse. Andere Märkte setzen zumindest auf Stationen, an denen Kunden ihre Ware selbst abscannen können. Die Entwicklung bei der US-Kette Walmart zeigt nun, dass vermutlich auch der Job des Kaufhaus-Detektives langfristig in Gefahr sein könnte. Denn der Konzern setzt auf künstliche Intelligenz, um – absichtliche und versehentliche – Diebstähle zu verhindern. Eigenen Angaben zufolge wurde das System bereits erfolgreich getestet und hat dazu beigetragen, die entsprechenden Verluste zu begrenzen.


Foto: Sven, CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Die Kassen werden automatisiert überwacht

Faktisch hängen schon heute an vielen Supermärkten Schilder, die auf eine Videoüberwachung hinweisen. Teilweise dienen diese nur der Abschreckung. Teilweise werden die Bilder aber auch tatsächlich von menschlichen Mitarbeitern überwacht. Bei Walmart hingegen sind die Kameras vor allem auf den Kassenbereich gerichtet. Die Innovation besteht nun darin, dass die Bilder von einer künstlichen Intelligenz ausgewertet werden, die ungewöhnliche Vorgänge direkt meldet. Ein Beispiel: Eine Kundin an einer Selbstscan-Kasse legt einen Artikel in ihren Rucksack, ohne ihn vorher abgescannt zu haben. In diesem Fall erhalten die Mitarbeiter des Marktes ein Signal und können die Käuferin bitten, den Vorgang nachzuholen. Zusätzlich werden aber auch die mit Mitarbeitern besetzten Kassen kontrolliert.

Walmart setzt außergewöhnlich stark auf künstliche Intelligenz

Denn auch dort kommt es immer wieder vor, dass einzelne Produkte nicht richtig abgescannt werden. Oftmals handelt es sich dabei nicht um böse Absicht, sondern um Probleme mit der Technik. Auch hier kann die künstliche Intelligenz helfend eingreifen. Wie stark die Verluste durch nicht bezahlte Produkte mithilfe der neuen Software tatsächlich reduziert werden konnten, wollte Walmart bisher noch nicht im Detail verraten. Der Konzern ist aber bekannt dafür, dass er künstliche Intelligenz nutzt, um die Mitarbeiter bei der Arbeit zu unterstützen. So wurde kürzlich ein neuer Store eröffnet, in dem der Füllstand der Regale in Echtzeit überwacht wird. Die Angestellten wissen so immer, wo und wann sie Waren wieder auffüllen müssen.


Via: The Verge

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