Auf dem deutschen Markt ist Walmart nie der Durchbruch gelungen und das Geschäft wurde letztlich an die Metro verkauft. Dennoch handelt es sich um einen der größten Konzerne der Welt. Betrachtet man die Zahl der Mitarbeiter von mehr als zwei Millionen, so ist der Konzern sogar der größte private Arbeitgeber weltweit. Dies stellt das Management aber auch vor Herausforderungen. Denn um möglichst effizient zu arbeiten, müssen die Mitarbeiter regelmäßig geschult und weitergebildet werden. Zukünftig soll dies mithilfe modernster Technik geschehen. So hat das Unternehmen 17.000 Exemplare des Virtual-Reality-Headsets Oculus Go bestellt. Zukünftig soll die Technik damit in beinahe allen 5.000 Filialen in den den USA den Mitarbeitern zur Verfügung stehen.


Foto: Walmart

Die Ergebnisse bei Prüfungen fielen signifikant besser aus

Diese dürfen mit den VR-Brillen aber natürlich keine Computerspiele spielen, sondern sollen diese zu Trainingszwecken nutzen. Die Idee dahinter ist klar: Mithilfe der Virtual Reality können die Mitarbeiter bestimmte Situationen quasi live miterleben. Dadurch können zum einen mehr Informationen aufgenommen werden. Zum anderen bleiben diese auch länger in der Erinnerung. Bei verschiedenen Tests hat Walmart mit der neuen Lernmethode bereits sehr gute Erfahrungen gemacht: Bei den abschließenden Prüfungen stiegen die Ergebnisse um zehn bis fünfzehn Prozent. Für den Konzern hat der Ansatz zudem den Vorteil, dass weniger menschliche Ausbilder durch das Land reisen müssen – was einiges an Kosten spart. Stattdessen kann einmal produzierter Content für die VR-Brillen stets landesweit ausgerollt werden.

Die „Pickup Tower“ sind eine entscheidende Komponente in der Online-Strategie

Erstmals zum Einsatz kommen dürfte die neue Ausbildungsmethode bei der Implementierung der sogenannten „Pickup Tower“. Grundsätzlich handelt es sich um eine intelligente Verknüpfung von Online- und Offline-Handel. Kunden können bei Walmart im Internet bestellen und die Waren dann in einer Filiale abholen. Damit die Abläufe dort so wenig wie möglich gestört werden, kommen die Pickup Tower zum Einsatz und geben die Bestellungen an die Kunden aus. Damit dies reibungslos funktioniert, ist aber eine ordnungsgemäße Bedienung durch die Mitarbeiter vor Ort nötig. Die entsprechende Ausbildung soll nun vor allem mithilfe der neuen VR-Brillen erfolgen. Walmart erhofft sich dadurch einen Kompetenzgewinn für die Mitarbeiter und die Möglichkeit, neue Prozesse und Produkte schneller implementieren zu können.


Via: Engadget

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