Der Inselstaat Palau liegt im Westen des Pazifiks und ist bei Touristen aus aller Welt beliebt. Insbesondere die spektakulären Korallenriffe ziehen zudem viele Taucher an. Doch ausgerechnet die zahlreichen Besucher aus aller Welt tragen auch dazu bei, dass die einzigartige Unterwasserwelt immer stärkeren Schaden nimmt. Auf diesen Zusammenhang verwies nun auch ein Sprecher der Regierung des kleinen Landes: Zahlreiche wissenschaftliche Studien hätten belegt, dass Sonnencreme im Wasser schon in kleinen Mengen schädlich für die Korallenriffe sei. Ab dem 01. Januar 2020 gilt daher ein strenges Verbot für entsprechende Produkte. Bei Verstößen drohen Bußgelder von umgerechnet 880 Euro. Palau ist damit das erste Land weltweit, das sich zu diesem drastischen Schritt entschließt.


Auch Hawaii hat bereits ein Verbot beschlossen

Eine gute Nachricht gibt es allerdings: Das Verbot bezieht sich nur auf Sonnenschutzmittel mit chemischen Wirkstoffen wie Oxybenzon, Octocrylen und Parabene. Bei den meisten bekannten Produkten sind diese zwar enthalten. Es gibt aber durchaus auch einige umweltfreundliche Alternativen zu kaufen. Diese sind zwar teilweise etwas teurer – dürften aber immer noch günstiger sein als das drohende Bußgeld. Neben Palau hatte zuletzt auch der US-Bundesstaat Hawaii ein Verbot der schädlichen Sonnencremes erlassen. Die Regelung wird aber erst ab dem Jahr 2021 gelten. Die auf Hawaii und Palau gemachten Erfahrungen dürften aber auch von anderen Staaten mit großem Interesse verfolgt werden. Sollte sich das Verbot als wirksam erweisen und die Korallen tatsächlich schützen, dürfte etwa Australien über ähnliche Maßnahmen nachdenken.


Sonnenschutz bleibt weiterhin wichtig

Falsche Schlussfolgerungen sollten Urlauber allerdings nicht ziehen: Sonnenschutz ist und bleibt wichtig. Denn mittlerweile ist eindeutig bewiesen, dass eine zu starke und lange Sonneneinstrahlung die Wahrscheinlichkeit an Hautkrebs zu erkranken, massiv erhöht. Die Forschung arbeitet allerdings schon seit einiger Zeit auch an Alternativen zur klassischen Sonnencreme – etwa einer Pille, die auf dem Sonnenschutz von Reptilien beruht. Außerdem gibt es neben dem chemischen Schutz auch noch die physische Variante. Dazu gehören beispielsweise luftige Kleidung und ein Plätzchen im Schatten. Außerdem gilt: Auch mit Sonnencreme sollte man sich nicht zu lange in der Sonne aufhalten. Denn auch der höchste Lichtschutzfaktor liefert keinen dauerhaften Schutz.

Via: BBC

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